Moderatorin Lola Weippert wird von Stalker verfolgt: "Er lässt mich nicht in Ruhe"
Berlin - Die ehemalige Temptation-Island-Moderatorin Lola Weippert (29) berichtet öffentlich, dass sie seit Jahren von einem Stalker verfolgt wird. In einem Instagram-Video schildert sie eindringlich ihre Erfahrungen und macht zugleich auf Sicherheitslücken beim Schutz persönlicher Daten aufmerksam.
"Gerade ist es wieder akut, weil ich jeden Tag wieder Nachrichten bekomme", sagt Weippert in ihrem Instagram-Reel. Ein völlig fremder Mann bilde sich ein, mit ihr in einer Beziehung zu sein. "Ich hatte ihn vorher noch nie in meinem Leben gesehen – bis er nachts vor meiner Tür stand und sagte, wir seien zusammen und müssten jetzt reden."
Der Mann sei extra zehn Stunden nach Berlin gefahren und habe sogar im Park übernachtet, um ihr nahe zu sein. Weippert rief damals die Polizei – doch geholfen wurde ihr nicht.
"Die Polizei sagte: 'Es ist ja nichts passiert. Sagen Sie ihm, er soll gehen.' Ich finde das fatal, dass erst was passieren muss, dass es Konsequenzen geben kann", erzählt die heutige ARD-Moderatorin.
Besonders belastend für Weippert ist, dass der Psychoterror einfach nicht aufhört. "Ich blockiere ihn überall – und er findet immer wieder neue Wege, mich zu erreichen", erzählt sie. Trotz ihrer Angst versucht sie, ihren Alltag weiterzuleben und befindet sich aktuell auf Weltreise.
Lola Weippert warnt davor, wie leicht es Stalker in Deutschland haben
In ihrem Instagram-Post macht die Moderatorin zudem auf ein Problem aufmerksam, das vielen nicht bewusst sei: "In Deutschland kann man unter bestimmten Umständen tatsächlich die Adresse anderer Menschen herausfinden", schreibt sie.
Möglich sei das etwa über eine Melderegisterauskunft, für die oft nur Name und Wohnort nötig seien – "das kostet teilweise weniger als ein Kinoticket".
Weippert weist auf die Möglichkeit einer Auskunftssperre hin, bei der Behörden deutlich strenger prüfen, wer Zugriff auf persönliche Daten erhält. "Mir war das lange selbst nicht klar. Deshalb teile ich das hier, weil ich finde, dass man über Privatsphäre und Sicherheit im Netz viel offener sprechen sollte", erklärt sie.
An andere Betroffene richtet sie einen eindringlichen Appell: "Falls ihr auch mit Stalking zu kämpfen habt: Bitte nehmt das ernst und bleibt damit nicht alleine. Ihr habt das Recht, euch zu schützen." Wichtig sei es, Vorfälle zu dokumentieren, mit vertrauten Menschen zu sprechen und Hilfe einzufordern.
Titelfoto: Gerald Matzka/dpa

