"Sehr verräterischer Satz": Was Markus Lanz vorliest, lässt CDU-Mann kleinlaut werden

Hamburg/Berlin - Dass dieser Besuch kein Zuckerschlecken sein wird, dürfte auch Thorsten Frei (53, CDU) selbst geahnt haben: Am Mittwochabend stellte sich der Unions-Fraktionschef im ZDF den Fragen von Markus Lanz (57). Der Moderator brachte seinen Gast dabei in eine unangenehme Situation.

Markus Lanz (57, l.) nutzte seine Sendung vom Mittwochabend, um den geladenen Thorsten Frei (53, CDU) mit einem "verräterischen" Satz zu konfrontieren.  © ZDF/Cornelia Lehmann

"Es gibt da einen sehr verräterischen Satz von Ihnen", leitete Lanz seine Konfrontation ein. "Sie haben neulich gesagt: 'Ich bin überzeugt davon, dass die Bundesregierung bis zum Ende dieser Legislatur erfolgreich arbeiten wird' und dann sollen sie gesagt haben 'mangels Alternativen'", las er von seiner Moderationskarte vor.

Frei zeigte sich irritiert: "Was?", fragte er völlig überrumpelt, woraufhin der Gastgeber nachlegte: "Ist das gefallen oder nicht?" Kleinlaut fuhr der Politiker fort: "Glaube ich nicht und wenn, dann muss es ein anderer Zusammenhang gewesen sein."

Lanz stellte fest: "Sie sind jetzt kurz vor der Olaf-Scholz-Wertung bei diesen Gedächtnislücken." Darauf erklärte Frei, es nicht ausschließen zu können, von mangelnden Alternativen gesprochen zu haben. "Es ist sicherlich kein prägender Satz von mir gewesen", musste er sich eingestehen.

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Lanz' Kommentar dazu: "Wenn so etwas in die Öffentlichkeit kommt, ist das natürlich nicht gut. [...] Wenn Sie der Meinung sind, 'wir sind alternativlos', dann freut sich die SPD gleich zu Tode."

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Zu seiner Verteidigung führte der Bundestagsabgeordnete aus: "Wenn Sie sich den Deutschen Bundestag anschauen, wie er heute ist, dann habe ich doch nicht tausend Möglichkeiten, daraus eine Regierung zu bilden. Für uns ist die Koalition zwischen Union und SPD die einzige gangbare Möglichkeit [...]."

Die komplette, rund 76-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

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