"Sendung für Sendung": Diese Politiker-Phrase geht Markus Lanz mächtig auf die Nerven

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Hamburg - Diese Details waren mit Spannung erwartet worden: Am Dienstag hat die Rentenkommission offiziell ihre Vorschläge zur Reform der Altersvorsorge vorgelegt. Über die Thematik diskutierte natürlich auch Markus Lanz (57) am Abend mit seinen Gästen. Dabei sorgte der geladene SPD-Jungpolitiker Philipp Türmer (30, SPD) mit einer altbekannten Phrase beim Moderator für Missstimmung.

Im Gespräch mit Juso-Chef Philipp Türmer (30, SPD, r.) äußerte Markus Lanz (57) seinen Unmut über eine vielfach verwendete Renten-Phrase.
Im Gespräch mit Juso-Chef Philipp Türmer (30, SPD, r.) äußerte Markus Lanz (57) seinen Unmut über eine vielfach verwendete Renten-Phrase.  © ZDF/Cornelia Lehmann

So erklärte der Sozialdemokrat, dass er die Abschaffung der Rente mit 63 "in Ordnung" finde, weil sie den eigentlichen Sinn verfehlt habe: "Die Rente mit 63 wurde immer mit dem Maurer begründet und dann hat aber ganz häufig eher der gut bezahlte Sachbearbeiter profitiert."

Das Ansprechen des Handwerkberufs war für Lanz offenbar genau das Stichwort: "Sie und Ihre Kolleginnen saßen hier jahrelang und kamen mir Sendung für Sendung mit dem Dachdecker. Sendung für Sendung. So lange, bis ich das Wort 'Dachdecker' nicht mehr hören konnte", sagte der Moderator mächtig genervt und fragte Türmer sogleich: "Wie viele Dachdecker gibt's in Deutschland?"

Dazu der Juso-Chef: "Das weiß ich nicht, Herr Lanz. [...] Ich sage, dass diejenigen, die hart arbeiten [...], meiner Ansicht nach besser gestellt werden müssen. [...]"

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Lanz klärte sein Gegenüber auf: "Es gibt ungefähr 62.000, 63.000 Dachdecker in diesem Land." Dagegen würden 18 bis 20 Millionen Einwohner im Büro arbeiten. "Überlegen Sie mal das Verhältnis. Und ein großer Teil davon nimmt die Rente mit 63 in Anspruch, die wir uns jetzt nicht mehr leisten können", so der Gastgeber.

Markus Lanz widerspricht Ansicht des Politikers

Zwischen Moderator und Politiker ging es hitzig zur Sache.
Zwischen Moderator und Politiker ging es hitzig zur Sache.  © ZDF/Cornelia Lehmann

Im Verlauf der Sendung führte Lanz weiter aus: "Niemand hier in der Runde – und ich am allerwenigsten – gönnt einem Dachdecker nicht die deutlich frühere Rente."

Man müsse sich zugleich aber auch bewusst werden, dass ein Großteil der Dachdecker aufgrund der Anstrengung überhaupt nicht bis 60 in dem Beruf arbeite. "Da kann man doch nicht sagen, dass das ein zutiefst ungerechtes System ist", beklagte der Moderator.

Darauf reagierend wiederholte Thürmer seine Forderung, dass es ein vernünftiges Rentensystem brauche, das berücksichtige, wie gesund jemand sei und wie lange jemand lebe. "Das tut es eben nicht", kritisierte er.

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Die komplette, rund 62-minütige Folge mit allen Aussagen und Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.

Titelfoto: ZDF/Cornelia Lehmann

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