Hamburg - Lautstarker Streit am Donnerstagabend im ZDF! Während der Sendung von Markus Lanz (57) sind zwei Gäste heftig aneinandergeraten. Anlass dafür war der Ukraine-Krieg.
Zunächst hatte der anwesende Ex-General Erich Vad (69) dem ebenfalls geladenen CDU-Mann Roderich Kiesewetter (62) vorgeworfen, dass er aufgrund seiner Sichtweise ein "super ukrainischer Verteidigungsminister" sein könne.
Dies wies der Politiker deutlich zurück: "Das ist eine böse Unterstellung!", sagte er, woraufhin Vad in scharfem Ton nachlegte: "Ich will einen Krieg hier in Deutschland nicht haben [...]. Wir sind Aufmarschgebiet der NATO, logistische Drehscheibe der NATO. Wenn es einen europäischen Krieg gibt, läuft er in unserem Land."
Dies sei die "große Gefahr", warnte er Kiesewetter und warf ihm zugleich vor: "Wenn Sie weiter sagen, Deep Strikes [Langstreckenangriffe, Anm. d. Red.], und immer mehr, immer mehr, dann werden Sie russische Raketeneinschläge hier in unserem Land haben."
Der Bundestagsabgeordnete konterte: "Sie machen unseren Bürgern Angst", lautete sein Vorwurf, woraufhin Vad direkt erwidern musste: "Sie machen mir Angst mit Ihrem politischen Gerede, mit Ihrer Rhetorik, die einfach in einen Krieg treibt [...]!", schoss er zurück.
Ex-General Erich Vad tobt: "Das ist doch dummes Gerede!"
Verbal wurde auch im weiteren Verlauf der Sendung nicht abgerüstet. So legte sich Kiesewetter erneut mit Vad an: "Sie haben die Ukraine vor vier Jahren schon aufgegeben. Heute konzedieren Sie, dass Sie die Ukraine unterstützen. Sie lagen in allen Ihren Einschätzungen falsch."
Sein Gegenüber wollte sich diese Aussage nicht gefallen lassen: "Das ist doch dummes Gerede!", tobte Vad und erinnerte zugleich daran, dass ein amerikanischer Generalstabschef im Herbst 2022 in einem CNN-Interview gesagt habe, dass es keine militärische Lösung zugunsten der Ukraine geben wird. "Die gibt es nicht!", erklärte der Gast wütend.
Darauf Kiesewetter: "Heute ist die Ukraine militärisch erfolgreich." Das Land sei auf dem Weg, mit "technologischer Überlegenheit" seine Menschen zu schützen.
Die komplette, rund 60-minütige Folge mit allen Standpunkten kann in der ZDF-Mediathek auf Abruf angesehen werden.