Leipzig - Auch in zweiter Instanz wurde Melanie Müller (37) wegen des Zeigens des Hitlergrußes und des Besitzes von Betäubungsmitteln im Januar schuldig gesprochen. Vor Gericht hatte die Schlagersängerin dabei offengelegt, dass sie auf einem Schuldenberg sitzt. Nun tauchte das Haus der 37-Jährigen auf der Seite des Leipziger Amtsgerichts auf: Anfang Mai soll es zwangsversteigert werden.
Den Wert der Immobilie im Stadtteil Wahren beziffern die Gutachter dabei auf stolze 800.000 Euro!
Das frei stehende ehemalige Bahnhofsgebäude wurde demnach 1902 errichtet und um 2020 umfangreich modernisiert und instandgesetzt. Zusammen kommen die Gewerbeeinheit im Erdgeschoss sowie eine geplante Einliegerwohnung (83 qm) und eine weitere große Wohneinheit (363 qm) auf eine Gesamtmietfläche von 595 Quadratmeter.
Teil der Immobilie ist auch ein ehemaliges frei stehendes Toilettenhäuschen (Baujahr 1903) auf dem Grundstück, dessen Dach jedoch eingestürzt ist, sowie mehrere Parkplätze.
RTL berichtet derweil unter Berufung auf informierte Kreise, dass sich das Haus aktuell noch im Besitz von Melanie Müller befindet.
Müller zieht vors Oberlandesgericht in Dresden
Im Berufungsprozess vor dem Leipziger Landgericht hatte die 37-Jährige im Januar über offene Forderungen des Finanzamtes in Höhe von 150.000 Euro ihr gegenüber gesprochen. Laut Medienberichten kommen noch einmal knapp 40.000 Euro Ausstände bei privaten Gläubigern obendrauf.
Demnach lebt die frühere RTL-Dschungelkönigin aktuell monatlich von einem Nettoeinkommen von 1500 Euro. Hinzu kämen geringe zweistellige Einnahmen durch Streaming und wenige Tausend Euro für Mallorca-Auftritt im vergangenen Sommer.
Das Landgericht bestätigte das erstinstanzliche Urteil, reduzierte die zuvor verhängte Strafe in Höhe von 80.000 Euro jedoch aufgrund der finanziellen Umstände der Sängerin auf 3500 Euro.
Müller kündigte wenig später jedoch an, das Urteil nicht akzeptieren zu wollen, und legte Revision ein. Als Nächstes wird sich somit das Dresdner Oberlandesgericht mit dem Fall beschäftigen. Die 37-Jährige bestreitet bis heute, den Hitlergruß auf einer Veranstaltung der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Gruppe "Rowdys Eastside MC" in Leipzig im September 2022 gezeigt zu haben. "Ich werde weiter für meine Unschuld kämpfen", verkündete Müller bei Instagram.