Jean Todt spricht über "Schumi" und räumt mit Irrtum auf: "Vollkommen falsch"

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Gland (Schweiz) - Mit Jean Todt (80) als Ferrari-Teamchef gewann Michael Schumacher (57) fünf seiner sieben WM-Titel in der Formel 1. Jetzt hat der Franzose mit einem Mythos um seinen Ex-Schützling aufgeräumt.

Mit Jean Todt (80) als Teamchef gewann Michael Schumacher (57) zwischen 2000 und 2004 insgesamt fünf Formel-1-Weltmeisterschaften für Ferrari. (Archivbild)
Mit Jean Todt (80) als Teamchef gewann Michael Schumacher (57) zwischen 2000 und 2004 insgesamt fünf Formel-1-Weltmeisterschaften für Ferrari. (Archivbild)  © Felix Heyder/epa/dpa

Todt gilt seit Jahren als einer der engsten Vertrauten des einstigen "Regengottes". Der 80-Jährige zählt außerdem zu dem erlauchten Personenkreis, die "Schumi" nach seinem Ski-Unfall noch immer regelmäßig besuchen dürfen.

Und auf seinen früheren Erfolgspiloten lässt Todt bis heute nichts kommen. Im "High Performance"-Podcast nutzte er jetzt die Chance, um die weitverbreitete Meinung zu widerlegen, Schumacher sei während seiner Karriere arrogant und überheblich gewesen.

"Michael ist ein ziemlich sensibler Mensch", betont der Franzose. Er sei während seiner Karriere auch "kein typischer harter Anführer" gewesen, "der glaubt, es besser zu wissen als alle anderen". Vor allem eine Anekdote ist ihm diesbezüglich im Gedächtnis geblieben.

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Todt erinnert sich: "Nach seinem WM-Titel, vor Beginn der neuen Saison, bat er mich, mit ihm auf eine private Rennstrecke zu fahren. Er sagte: 'Könntest du mir einen halben Tag Zeit geben, damit ich Tests machen kann, um sicherzugehen, dass ich noch gut bin?'"

Michael Schumacher versteckt Schüchternheit hinter arroganter Fassade

"Schumi" lebt seit seinem Ski-Unfall im Dezember 2013 fernab der Öffentlichkeit auf seinem Anwesen in der Schweiz. (Archivbild)
"Schumi" lebt seit seinem Ski-Unfall im Dezember 2013 fernab der Öffentlichkeit auf seinem Anwesen in der Schweiz. (Archivbild)  © JEAN-LOUP GAUTREAU / AFP

Selbstzweifel hätten im beruflichen Alltag des gebürtigen Kerpeners eine zentrale Rolle gespielt. "Ich denke, es ist eine große Stärke, nicht sicher zu sein, dass man gut ist", so der 80-Jährige, der den Vorwurf der Arroganz daher als "vollkommen falsch" zurückweist.

Weiter stellt der ehemalige FIA-Präsident (2009 bis 2021) im Podcast klar: "Michael ist ein eher schüchterner, großzügiger Typ. Aber er versteckt seine Schüchternheit hinter einer arroganten Fassade." Ein kalkuliertes Verhalten sieht er darin nicht.

"Ich glaube nicht, dass man das bewusst macht, um sich Vorteile zu verschaffen", ist der langjährige Ferrari-Teamchef überzeugt. "Ich denke, das liegt im Charakter, in den Genen, man ist eben so."

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Aus dem professionellen Kontakt der beiden Männer entwickelte sich schnell ein familiäres Verhältnis, das bis heute Bestand hat. Vor einigen Jahren verriet Todt bereits, seinen Ex-Piloten nach dessen Unfall rund zweimal im Monat zu treffen - unter anderem, um F1-Rennen im TV anzuschauen.

Titelfoto: Felix Heyder/epa/dpa

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