Köln/Monza - Dieses Wochenende wird hochemotional! Rund um das 13. Saisonrennen in Monza (Italien) feiert die Formel 1 einen seiner beiden Rekordweltmeister auf ganz besondere Art und Weise.
Fast auf den Tag genau drei Jahrzehnte liegt der erste Rennsieg von "Schumi" für die Scuderia Ferrari mittlerweile schon zurück.
Rund um die diesjährige Auflage des Grand-Prixs soll vor dem Rennen am Sonntag kein Geringerer als Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel (39) einen von Schumis alten Boliden für eine Runde um die Strecke fahren.
Eine, die sich darauf ganz besonders freut: Schumis langjährige Erfolgsmanagerin Sabine Kehm (61).
Der gelernten Journalistin zufolge passe Monza, Ferrari und Michael Schumacher zusammen wie die Faust aufs Auge. "Ferrari, Michael, Monza: Das ist ein Dreiklang, den jeder Formel-1-Begeisterte einfach liebt. Ich bin sicher, er ist ganz glücklich darüber und ganz stolz darauf", erklärt die 61-Jährige im Interview mit Sky.
Trotzdem stellt Kehm klar, dass die Beziehung zwischen den Tifosi und "Schumi" erst Liebe auf den zweiten Blick geworden sei.
Große Ehre für Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel
Erst der erste WM-Titel im roten Rennoverall (2000) habe schließlich sämtliche Bedenken am "sehr traditionsunbewussten Deutschen" aus der Welt geschafft.
"Aber dafür war sie dann umso größer", fasst sie die Geschichte zusammen. Aufgrund der langjährigen Arbeit mit dem siebenfachen Champion sei für die 61-Jährige immer klar gewesen, dass der 57-Jährige "immer einer von ihnen sein" wollte.
Dass am Sonntag ausgerechnet Sebastian Vettel - zwischen 2015 und 2020 selbst für Ferrari aktiv - einen seiner alten Rennwagen fahren darf, kommt nicht von ungefähr.
Schon während der gemeinsamen Jahre in der Formel 1 hatte sich zwischen Schumacher und Vettel "eine große Freundschaft" aufgebaut.
Für Ex-Managerin Sabine Kehm wird die Fahrt Vettels alte Erinnerungen hochholen und an Schumis erfolgreichste Zeit erinnern. "Diese alten Autos zu fahren, diese dicken, großen, lauten Motoren zu erleben, zu hören, das ist, glaube ich, bei jedem noch mit Gänsehaut verbunden."