MontanaBlack denkt ans Auswandern: "Bin nicht mehr glücklich"

Buxtehude - Twitch-Star MontanaBlack (32) ist schon seit Längerem auf Kriegsfuß mit "Vater Staat" - das ist hinlänglich bekannt. Dass der 32-Jährige allerdings sogar über das Auswandern nachdenkt, dürfte für viele neu sein.

YouTube-Star MontanaBlack (32) denkt über das Auswandern nach Malta nach. Der Grund ist der deutsche Medienstaatsvertrag. (Archivfoto)
YouTube-Star MontanaBlack (32) denkt über das Auswandern nach Malta nach. Der Grund ist der deutsche Medienstaatsvertrag. (Archivfoto)  © Philipp Schulze/dpa

Dabei habe er schon vor zwei Jahren Angebote von Casinos dafür bekommen, nach Malta zu ziehen, um von dort zu streamen, erzählte der YouTuber vor Kurzem in einem seiner Live-Streams.

Es sei ihm sogar angeboten worden, Teilhaber eines Casinos zu werden. "Das wären nur zwei, drei Prozent gewesen, aber hätte ich das damals angenommen, wären es jetzt ungefähr 20, 30 Millionen", machte der Buxtehudener klar.

Er bereue seine damalige Entscheidung, in Deutschland zu bleiben, aber nicht. Er wolle nämlich dann ins Ausland gehen, wenn er sich dafür bereit fühle, so der 32-Jährige.

Doch warum kommt der Gedanke ans Auswandern bei MontanaBlack jetzt wieder auf?

Wenn es nur um die deutlich geringeren Steuern in Malta gehen würde, wäre er nämlich schon lange weg, erklärte der Twitch-Star.

"Der Punkt, warum das jetzt wieder in meinen Kopf kommt, ist, dass die deutschen Gesetze mich nicht mehr so streamen lassen wollen, wie ich streamen möchte", verdeutlichte er.

Die Rundfunklizenz macht Steaming-Star MontanaBlack schwer zu schaffen

Der Twitch-Streamer hat mit der Rundfunklizenz in Deutschland zu kämpfen und das Gefühl, nicht mehr das machen zu dürfen, was er möchte.
Der Twitch-Streamer hat mit der Rundfunklizenz in Deutschland zu kämpfen und das Gefühl, nicht mehr das machen zu dürfen, was er möchte.  © Instagram/montanablack

So werde ihm mit der Rundfunklizenz das Leben "zur Hölle gemacht". Unter anderem dürfe er Spiele ab FSK 16 erst ab 22 Uhr bzw. ab FSK 18 erst ab 23 Uhr streamen und müsse einen Jugendschutzbeauftragten einstellen.

Zum Hintergrund: Der Rundfunkstaatsvertrag bzw. der seit November 2020 gültige Medienstaatsvertag sieht vor, dass für Livestreamer bei YouTube oder Twitch die gleichen Regelungen wie für das Fernsehen gelten.

Zwar gilt diese Regel nur für Kanäle, die durchschnittlich mehr als 20.000 Zuschauer haben, das trifft auf MontanaBlacks Twitch-Kanal jedoch zu.

Seine Beliebtheit wird Marcel Eris, wie der YouTuber bürgerlich heißt, hier zum Verhängnis.

"Vielleicht habt ihr es in letzter Zeit auch gemerkt, ich bin nicht mehr glücklich, sondern innerlich oftmals einfach deprimiert", gab er gegenüber seinen Fans zu. Er habe acht Jahre lang gestreamt und sein Ding gemacht und jetzt sei das nicht mehr möglich. "Ich habe mein Herz dafür gegeben und dann verändert dich sowas", erklärte er.

Es habe in den vergangenen Wochen viele Momente gegeben, in denen er aufgestanden sei und schon keinen Bock mehr auf den Tag hatte. "Ich will doch einfach nur meine Ruhe haben", resignierte der 32-Jährige. Ob er diese auf Malta findet?

Titelfoto: Fotomontage: Instagram/montanablack, Philipp Schulze/dpa

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