Köln - Rund sechs Jahre war Georg Uecker (63) nach dem Aus der ikonischen "Lindenstraße" von der Bildfläche verschwunden - bis jetzt! Das hatte auch mit seinem phasenweise extrem schlechten Gesundheitszustand zu tun, dem der Serienstar schon vor Jahren den Kampf angesagt hat.
Kaum hatte die "Lindenstraße" die TV-Mattscheibe verlassen, wurde es auch um "Dr. Carsten Flöter" deutlich ruhiger.
Ausschlaggebend dafür: seine Krankheiten HIV und Krebs!
Jetzt hat der 63-Jährige im Interview mit BILD verraten, wie es ihm nach all den Jahren inzwischen gehe. "Mir geht es sehr gut. Ich bin ein zähes Luder", erklärt er selbstbewusst.
Nach der Absetzung der "Lindenstraße" habe es für ihn "eine kleine Pause" gegeben, hält er fest. "Die Theater- und Lese-Tour, die auf meiner Autobiografie 'Ich mach dann mal weiter' basiert, ging aber weiter."
Bereits damals machte der Schauspieler keinen Hehl aus seiner Gesundheit. "Ich lag im Krankenhaus mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs und HIV. Alles auf einmal. Ich bin durch die Hölle gegangen"
Große Ehrung für Georg Uecker von Hendrik Wüst
Doch mit der Hölle allein scheint es nicht gereicht zu haben, erinnert sich der Publikumsliebling. "Ich dachte, jetzt sterbe ich. Ich hatte die härteste Chemo-Variante, die es gab. Die Ärzte wollten den Krebs in den Griff kriegen, bevor Aids ausbrechen könnte. In meinem Körper herrschte Atomkrieg."
Mittlerweile hat er sich zurück ins Leben gekämpft, zuletzt Urlaub in Mexiko gemacht. Schon in den nächsten Tagen soll Uecker von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50) für sein aufopferungsvolles Engagement für die queere Community geehrt werden.
"Ich fühle mich sehr geehrt, aber habe absolut nicht damit gerechnet. Ich wollte ja für mein Engagement nie einen Orden, sondern gesellschaftliche Veränderung. Und die haben wir erreicht."
Dass er den Preis live und in Farbe entgegennehmen wird, steht für den 63-Jährigen mehr als fest.
"Das ist keine Frage, natürlich bin ich dabei, allein aus Respekt. Es ist ja auch kein Preis des Ministerpräsidenten Hendrik Wüst allein. Die Auszeichnung ist parteiunabhängig und ich freue mich, dass ich dort in guter Gesellschaft bin, mit vielen anderen Menschen, die sich für die queere Gemeinschaft engagiert haben."