Riccardo Simonetti erklärt: Darum ist der Pride Month immer noch wichtig

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Berlin - Riccardo Simonetti (33) hat sich kurz vor Beginn des diesjährigen Pride Month (1. bis 30. Juni) mit einer klaren Botschaft zu Wort gemeldet. Der Entertainer widerspricht darin der Annahme, Gleichberechtigung sei längst erreicht.

Entertainer Riccardo Simonetti (33) setzt sich schon lange für LGBTQ-Rechte ein.
Entertainer Riccardo Simonetti (33) setzt sich schon lange für LGBTQ-Rechte ein.  © Christoph Soeder/dpa

"In über 60 Ländern ist Homosexualität noch kriminalisiert", wies Simonetti in einem Instagram-Post auf die globale Situation von queeren Menschen hin.

Laut Daten der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) drohen in einigen Staaten sogar drastische Strafen bis hin zur Todesstrafe.

War es in der Wirtschaft einige Zeit lang en vogue, sich LGBTQ-freundlich zu geben, sieht die Lage heute anders aus. "Viele große Unternehmen haben ihre Diversitäts-Förderung gestrichen und gemeinnützige Organisationen sind mehr denn je auf Spenden und Support angewiesen", so der 33-Jährige.

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Simonetti erinnerte zudem daran, dass gesellschaftlicher Fortschritt nicht in Stein gemeißelt ist: "Rechte können auch wieder zurückgenommen werden. Wie das Abtreibungsgesetz in den USA bewiesen hat. 2025 wurden in mehreren Ländern neue Anti-LGBTQ-Gesetze diskutiert oder eingeführt."

Weiter schrieb der Wahlberliner: "Nur etwa 38 bis 39 Länder erlauben die Ehe für alle." Angesichts von rund 200 Staaten weltweit sei das ein ernüchternder Befund.

Auf Instagram meldet sich Simonetti mit eindeutigem Appell

Riccardo Simonetti: Auch Deutschland kein Paradies für queere Menschen

Riccardo Simonetti wuchs in Bad Reichenhall in Oberbayern auf.
Riccardo Simonetti wuchs in Bad Reichenhall in Oberbayern auf.  © Hannes P. Albert/dpa

Auch in Deutschland gebe es weiterhin Probleme: "Queerfeindliche Gewalt nimmt zu" - laut aktuellen Zahlen wurden zuletzt über 1400 entsprechende Straftaten jährlich registriert, mit steigender Tendenz.

Besonders betroffen seien Trans-Menschen, die häufig Diskriminierung, Gewalt und fehlendem rechtlichen Schutz ausgesetzt sind.

Selbst Europa ist für Simonetti kein uneingeschränkter Vorreiter für LGBTQ-Rechte. Der Autor verwies auf Einschränkungen in Ländern wie Ungarn oder Russland sowie auf verbotene oder angegriffene Pride-Demonstrationen in anderen Staaten. Sein Fazit: "Pride ist deshalb auch in Europa noch immer Protest - nicht nur Celebration."

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Immer noch würden queere Menschen ihre Identität aus Angst verstecken - etwa im Job, in der Schule oder im Sport. Der Pride Month sei daher für viele ein wichtiger erster Zugang zur Community.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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