Berlin - Nilam Farooq (36) war einst Deutschlands erfolgreichste YouTuberin, nun ist sie Schauspielerin. Wie der Erfolg kam und wie sie über Geld denkt, erzählt sie jetzt.
"Es war kein Titel, auf den ich hingearbeitet habe. Erfolg passiert manchmal einfach so, wenn man zum richtigen Zeitpunkt mit seinen Inhalten am richtigen Ort ist", so die 36-Jährige im Gespräch mit Teleschau über ihre Vergangenheit bei YouTube.
Als sie mit ihren Videos begann, war die Plattform noch weniger umkämpft. Später wagte sie den Schritt in die Schauspielerei. In beiden Bereichen folgte sie dabei stets demselben Motto: "Was ich mache, soll Erfolg haben".
Wenn sie einen Film oder eine Serie drehe, möchte sie, dass das Projekt gut ankommt. "Ich weiß, wie hart viele Leute daran gearbeitet haben (...). Ich mache so etwas nicht, damit es am Ende keiner sieht", erklärt Nilam.
Sowohl auf YouTube als auch im Film feierte Nilam große Erfolge und verdiente gut. "Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sagen: Geld macht nicht glücklich", so die Schauspielerin.
Sie wisse, dass es Möglichkeiten schafft, die man ohne Geld nicht hätte. Darunter zählt sie ein Eigenheim oder die Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren. "Und doch passieren viele Dinge im Leben, die nichts mit Geld zu tun haben", erzählt sie. Dinge, die man nur begrenzt beeinflussen kann. Die Gesundheit stehe für sie dabei an erster Stelle.
Nilam Farooq: Warum Geld irgendwann nicht mehr reicht
Nilam ist ab Montag, dem 5. Januar, in der sechsteiligen ZDF-Serie "Take the Money and Run" zu sehen. Sie verkörpert die Deutsch-Bulgarin Ruja Ignatova, die die Fake-Kryptowährung OneCoin gründete und nach deren Auffliegen 2017 mit einem Milliardenvermögen floh.
Die 36-Jährige hat dafür eine einfache Erklärung, warum Ruja so gehandelt haben könnte: "Viele der Supereichen haben irgendwann eine Sucht nach Geldverdienen entwickelt. Und es ist wie bei jeder anderen Sucht: Man will immer mehr".
Für die Schauspielerin ergebe es rein logisch ab einem gewissen Punkt keinen Sinn mehr, noch mehr Geld verdienen zu wollen.
"Spätestens ab zehn Milliarden brauchst du nicht mehr, um dir sämtliche Wünsche zu erfüllen, die unsere Welt für Geld hergibt", so die TV-Bekanntheit.