Ohrfeigen-Eklat um "Fat Comedy": Oliver Pocher mit saftiger Kritik an deutscher Justiz
Köln - Vier Jahre nach der harten Backpfeife von "Fat Comedy" holt Oliver Pocher (48) aus dem Nichts zum Gegenschlag gegen den Rüpel-Rapper und den deutschen Staat aus.
Der Fünffach-Papa hatte sich am Rande eines Boxkampfs in Dortmund eine heftige Ohrfeige von "Fat Comedy" eingefangen, der wiederum im Anschluss eine juristische Strafe von 15 Euro Tagessatz für die Dauer von 120 Tagen erhielt.
Dem damaligen Opfer Olli Pocher zufolge offenbar viel zu wenig! Das hat er im Podcast "Tommy unlocks" von Immobilien-Influencer Tommy Primorac mitgeteilt.
"(...) Das ist wirklich lächerlichst und peinlichst. Beim Gerichtstermin wurde alles blitzschnell abgehakt und das Urteil schon nach zehn Minuten gesprochen. Da wusste ich schon: alles klar."
Sein Knallhart-Vorwurf: Die Richterin habe viel zu früh geurteilt. "Die wusste schon vorher, wie sie urteilt", erklärt Olli Pocher im Gesprächsverlauf.
Mittlerweile habe "Fat Comedy" wesentlich mehr Kohle blechen müssen, als vor Gericht festgehalten. "Wir haben zivilrechtlich unseren Punkt gemacht. Er hat inzwischen Strafen in Höhe von 60.000 bis 65.000 Euro, die er zu zahlen hat."
Oliver Pocher hält Strafmaß für Fat Comedy für zu niedrig
Da hilft dem Rapper auch keine Privatinsolvenz, die er im Zuge des Gerichtsverfahrens angemeldet habe. "Die verjähren auch trotz Privatinsolvenz nie. Das heißt: Da hat er 30 Jahre was von. Also, wenn er jemals legales Geld hier in Deutschland verdient - und da wird er sich immer drumherumdrücken -, sind wir da und dann gibt's eine Taschenpfändung."
Wie der 48-Jährige weiter ausführt, seien sowohl ihm als auch seinem Anwalt die langfristigen Wirkungen des Urteils wichtiger. Trotzdem kann er der deutschen Rechtsprechung in diesem Fall nicht allzu viel abgewinnen.
"Ich finde, dass man härter urteilen hätte müssen. Ich glaube, so ein halbes Jahr Gefängnisaufenthalt - das hätte mal was gemacht. Dann würde in Deutschland auch vieles etwas anders laufen, wenn Leute Respekt vor dem Staat und den Institutionen hätten."
Titelfoto: Screenshot/YouTube/Immo Tommy
