Krebskranke Patrice Aminati rechnet mit Hatern ab: "Bin vollgestopft mit Kortison"
Dresden - Patrice Aminati (31) wehrt sich gegen geschmacklose Nachrichten. Bei Instagram veröffentlichte die an Hautkrebs erkrankte Dresdnerin mehrere Hate-Kommentare und machte ihrem Ärger darüber Luft.
Seit mehr als drei Jahren leidet die Noch-Ehefrau von Daniel Aminati (52) an schwarzem Hautkrebs im Endstadium und lässt die Öffentlichkeit an ihrem unermüdlichen Kampf gegen ihre unheilbare Krankheit teilhaben.
Doch zwischen viel Zuspruch und Unterstützung schlagen der Mutter einer kleinen Tochter im Netz auch immer wieder negative Kommentare entgegen, von denen sie nun endgültig genug zu haben scheint.
"Was schreiben denn manche unter Beiträge von Leuten, die ernsthaft krank sind? Das ist ja wohl eine Oberfrechheit", ärgerte sich die 31-Jährige in ihrer Instagram-Story über die Nachricht einer Userin, die Patrice geraten hatte, "bitte unbedingt noch an ein gutes Make-up" zu denken.
Sie sei inzwischen seit drei Jahren Palliativpatientin und seit Monaten "vollgestopft bis unter's Dach mit Kortison", so Aminati. "Natürlich habe ich irgendwann ein Mondgesicht und gehe auf wie so ein Hefezopf, obwohl ich jeden Tag Sport mache und literweise Wasser trinke."
Doch trotz der ständigen Einnahme starker Medikamente gebe sie seit Jahren ihr Bestes, ihre schwere Krankheit "wegzuschminken", rechtfertigte sie sich.
Patrice Aminati: "Obwohl es mir beschissen geht ..."
Auch über einen weiteren Kommentar, in dem eine Frau sich wunderte, dass Patrice trotz jahrelanger Beschwerden immer noch aussehe "wie das blühende Leben", und sich fragte, was sie noch glauben könne, kann die Moderatorin nur den Kopf schütteln.
Sie trage eine Perücke und habe "nach vielen Hirnbestrahlungen" mit Wassereinlagerungen und einem aufgequollenen Gesicht zu kämpfen, gab die Dresdnerin ehrlich zu. Doch obwohl es ihr selbst "beschissen" gehe, engagiere sie sich für andere Betroffene.
Zwischen den taktlosen Kommentaren einiger Nutzer zollen viele Menschen der Unternehmerin jedoch auch Respekt für ihren Mut sowie ihr Durchhaltevermögen und danken der 31-Jährigen für ihre wertvolle Arbeit.
Patrices eindringlicher Appell an ihre Community: Wenn jemand schon "so geschlagen vom Schicksal" sei wie sie selbst und viele andere, möge man diesen Menschen etwas Liebe dalassen. "Und wenn ihr nichts Nettes zu sagen habt, dann haltet einfach den Mund."
Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/Instagram/patrice.eva

