Mietschulden und Zwangsräumung? Patricia Blanco kämpft vor Gericht
Reinbek - Patricia Blanco (54) lebt seit Juni 2023 in einer Neubauwohnung in Reinbek (Schleswig-Holstein) bei Hamburg. Doch damit könnte nun offenbar bald Schluss sein.
Am Montag verantwortete sich die Reality-Queen nämlich vor Gericht. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem ihr Zuhause in Schleswig-Holstein.
"Gestern fand eine öffentliche Verhandlung in einer Zivilsache zwischen Frau Blanco (persönlich anwesend) und ihrem Vermieter statt", bestätigte der Direktor des Amtsgerichts auf Nachfrage von TAG24 am Dienstag.
"Die Klage ist unter anderem auf Räumung gerichtet", heißt es weiter. Der Hintergrund? Nach Angaben von "Bild" sollen sich bereits ein Jahr nach ihrem Einzug Zahlungsrückstände angesammelt haben. Damals habe der Vermieter der 54-Jährigen gekündigt.
Blanco habe die Situation jedoch noch einmal retten, Geld beschaffen und in der Wohnung bleiben können. Dauerhaft gelöst seien ihre finanziellen Schwierigkeiten damit offenbar nicht gewesen.
Nach Darstellung ihres Vermieters sollen erneut erhebliche Rückstände entstanden sein. Rund 15.000 Euro sollen sich zeitweise angesammelt haben. Die Folge: Am 4. Februar 2026 soll der Vermieter erneut die Kündigung ausgesprochen haben, am 25. März habe er eine Räumungsklage eingereicht.
Ganz so hoch wie anfangs sollen die offenen Forderungen inzwischen nicht mehr sein. Nach Angaben der Anwältin des Vermieters sollen nach der Kündigung 6551 Euro gezahlt worden sein. Dennoch verlange ihr Mandant demnach weiterhin 9710 Euro von Blanco.
Patricia Blanco vor Gericht: Entscheidung zum Verfahren im Oktober erwartet
Bei der Verhandlung am Montag habe der Anwalt der Reality-Queen noch versucht eine Lösung zu finden. Nach seiner Darstellung liege ein wesentlicher Grund für die Misere beim Jobcenter. Blanco habe dort bereits im Februar 2026 Grundsicherungsleistungen beantragt. Die Behörde wolle auch für die ausstehende Miete aufkommen. Das Problem: Bislang sei das angekündigte Geld noch nicht eingegangen.
Für Blancos Vermieter sei das offenbar zu wenig – und vor allem zu spät. Er habe vor Gericht deutlich gemacht, dass er keine gemeinsame Zukunft mehr sehe. Und als wäre der Streit um die Wohnung nicht schon ernst genug, sei während des Termins noch eine weitere Nachricht hinzugekommen.
Blancos Anwalt habe erklärt, dass er am Sonntag für seine Mandantin einen Insolvenzantrag gestellt habe. Damit werde deutlich, wie schwierig Blancos finanzielle Lage inzwischen sei. Eine Entscheidung über ihre Wohnung ist allerdings noch nicht gefallen.
"Das Verfahren ist mit Zustimmung der Parteien in ein schriftliches Verfahren übergegangen, eine weitere mündliche Verhandlung ist also derzeit nicht mehr geplant", so der Direktor des Amtsgerichts auf Nachfrage von TAG24 weiter. "Mit einer Entscheidung ist im Oktober zu rechnen."
Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

