Perverser Trend: Immer mehr deutsche Promi-Kinder auf Pädophilen-Seiten im Netz

Netz - Was für alle Eltern eine absolute Horror-Vorstellung sein dürfte, wurde für die Schauspieler Nina Bott (42) und Peer Kusmagk (45) nun bittere Realität: Fotos ihrer Kinder landeten auf verbotenen  Pädophilen-Seiten im Internet!

Peer Kusmagk (45) hat Anzeige gegen die Internetseiten, auf denen seine Kinder zu sehen sind, erstattet.
Peer Kusmagk (45) hat Anzeige gegen die Internetseiten, auf denen seine Kinder zu sehen sind, erstattet.  © Lukas Schulze/dpa

Viele Promis lieben es, auf ihren sozialen Netzwerken Fotos aus ihrem Alltag zu zeigen.

Dabei werden auch gerne private Schnappschüsse von den lieben Kleinen geteilt - scheinbar oft auch, ohne über die Konsequenzen nachzudenken!

Das mussten jetzt auch deutsche Promis wie Nina Bott und das Paar Peer Kusmagk und Janni Hönscheid (29) feststellen, die sogar teilweise leicht bekleidete Bilder ihrer Kinder auf Instagram hochgeladen hatten.

Jetzt tauchten einige der Aufnahmen auf Webseiten auf, die als illegale Treffpunkte für Pädophile gelten.

Besonders pervers: Die Bilder der Kinder können dort sogar in verschiedenen Kategorien bewertet werden.

Gegenüber Bild äußerten sich Kusmagk und seine Frau zutiefst entsetzt. Sie haben bereits juristische Maßnahmen unternommen: "Wir haben umgehend Anzeige erstattet und raten jedem, schon im Verdachtsfall für solche Straftaten sofort die Polizei einzuschalten. Es ist höchste Zeit, die Gesetze zu ändern."

Promis und Influencer wie Nina Bott und Peer Kusmagk haben Anzeige erstattet

Fotos wie dieses teilen Peer Kusmagk (45) und seine Frau Janni Hönscheid (29) auf Instagram.
Fotos wie dieses teilen Peer Kusmagk (45) und seine Frau Janni Hönscheid (29) auf Instagram.  © instagram.com/jannihonscheid/

Schauspielerin Nina Bott will nun auch Konsequenzen ziehen: "Ich war bei der Auswahl meiner Bilder zwar immer sehr umsichtig, werde hier aber künftig nachjustieren. Wir lassen selbstverständlich auch alles anwaltlich und polizeilich prüfen. Denn von offizieller Seite sind wir leider bis heute nicht informiert worden."

Harte Kritik kommt derweil von Oliver Pocher (42) und seiner Frau Amira (27). 

Immer wieder hatten beide sowohl auf Instagram als auch in ihrem Podcast "Die Pochers hier!" darauf aufmerksam gemacht, wie Kinderfotos im Internet leicht in die falschen Hände gelangen können.

Besonders Influencer, die ihre Kinder auf Social Media vermarkten, sind den beiden ein Dorn im Auge.

Deswegen postete das Paar vor wenigen Tagen erneut ein Insta-Video, um nochmals auf die Gefahren hinzuweisen.

Oliver und Amira Pocher kritisieren Kinderbilder auf Instagram

Oliver Pocher (42) und Frau Amira (27) kritisieren Kinderbilder im Netz.
Oliver Pocher (42) und Frau Amira (27) kritisieren Kinderbilder im Netz.  © instagram.com/oliverpocher/

Darin wird auch der Brief eines sogenannten "Kinderfreundes" erwähnt, der sich an die Pochers gewendet hatte und darin schreibt, dass er bereits Promis wie Peer Kusmagk Screenshots aus dem Darknet hat zukommen lassen. Diese hätten danach aber munter weiter Bilder ihrer Kinder mit der Öffentlichkeit geteilt.

Auch die Pochers selbst haben alle in dem Schreiben genannten Personen kontaktiert und sie darauf hingewiesen, dass die Bilder ihrer Kinder für derart abartige Zwecke missbraucht werden.

Gelesen haben es laut Amira Pocher alle der angeschriebenen Promi-Eltern. Geändert hat aber bis auf Nina Bott keiner etwas.

"Und es reicht immer noch nicht als Denkanstoß, dass man sagt 'Ey, vielleicht wird es Zeit, mein Kind aus dem Internet zu nehmen'", zeigt sich die werdende Mutter entsetzt über ihre Kollegen. "Ihr verkauft die Privatsphäre eurer Kinder."

Da bleibt nur zu hoffen, dass Influencer und Prominente in Zukunft mehr Weitsicht an den Tag legen, wenn es um das Zeigen ihrer Kinder in der Öffentlichkeit geht.

Titelfoto: instagram.com/oliverpocher/; Lukas Schulze/dpa

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