"Polizeiruf"-Star Michelsen kritisiert Krimi-Pause: "Osten wird minimiert"

Von Stella Venohr

Magdeburg - Die Schauspielerin Claudia Michelsen (57) sieht die geplante dreijährige Produktionspause für die MDR-Krimireihen "Polizeiruf 110" und "Tatort" kritisch.

"Polizeiruf 110"-Schauspielerin Claudia Michelsen (57) kritisiert den Krimi-Stopp beim MDR.  © Oliver Berg/dpa

Die Entscheidung könne die Sichtbarkeit ostdeutscher Perspektiven im Fernsehen weiter verringern, sagte Michelsen im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

"Ostdeutsche Krimiformate sind essenziell im deutschen Hauptabendprogramm, weil hier ostdeutsche Lebenswirklichkeit erzählt wird", sagte die Schauspielerin, die im Magdeburger "Polizeiruf 110" die Kommissarin Doreen Brasch spielt. "Der Osten ist schon minimiert. Mit dieser Entscheidung würden wir ihn noch mehr minimieren."

Zugleich verwies Michelsen auf mögliche Folgen für die Filmwirtschaft vor Ort. "Es würden mit der Entscheidung des MDR sehr viele Arbeitsplätze verloren gehen", sagte sie. Der "Polizeiruf" sei erst kürzlich an die Leipziger Produktionsfirma UFA Mitte übergeben worden.

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Mit einer dreijährigen "Produktionspause" würde eine positive Entwicklung für die Filmwirtschaft in der Region wieder begraben.

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Der MDR hatte im Mai angekündigt, die Produktion neuer Folgen von "Polizeiruf 110" und "Tatort" für drei Jahre auszusetzen. Der Sender begründete die Entscheidung mit einer angespannten Finanzlage.

Zugleich betonte der MDR auf Anfrage, ostdeutsche Perspektiven blieben auch durch zahlreiche andere fiktionale und journalistische Formate im Ersten und in der ARD-Mediathek sichtbar.

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