Kapstadt (Südafrika) - Ausgerechnet wegen rufschädigender Anekdoten um Bruder Michael (57) knöpft sich Ralf Schumacher (50) Ex-Weltmeister Nico Rosberg (40) vor. Ist das One-Hit-Wonder der Formel 1 zu weit gegangen?
Auslöser für den Ralf-Unmut seien Plappereien über angebliche Psychospielchen seines Bruders, die sich im Vorfeld einiger Grand Prix abgespielt haben sollen.
Im Detail dreht es sich bei den Aussagen Rosbergs um einen Fall aus Monaco, bei dem sich Schumi auf der einzigen Toilette eingeschlossen und den klopfenden Rosberg ignoriert habe. Der musste dann sein "Geschäft in der Ecke verrichten".
Zu viel für Ralf, der im Talk mit Sport1 eiskalt kontert und seinen großen Bruder in Schutz nimmt. "Er erzählt immer noch Geschichten über meinen Bruder – von angeblichen Psychospielchen auf Toiletten oder Parkplätzen. Letztlich hätte Nico einfach Gas geben müssen. Wenn er in Monaco hinter einem Über-40-Jährigen ist, sagt das genug."
Heißt im Klartext: Formel-1-Jüngling Rosberg ließ sich auf der Strecke von Altmeister und Siebenfach-Champion Schumi abkochen.
Ralf Schumacher kann Mindgames von Nico Rosberg nicht mehr hören
Dass sich die Dinge möglicherweise etwas anders abgespielt haben könnten, als der Weltmeister von 2016 es behauptet – davon geht Schumi Junior aus. "Ich kenne Michael. Der war da schon an einem ganz anderen Punkt seiner Karriere."
Nach Ansicht des TV-Experten scheint eines offensichtlich: Sämtliche Beschwerden und die ständige Reproduktion alter Geschichten würden mehr über Nicos "Mindgames" verraten als über die seines Bruders.
Trotz allem findet Ralf auch lobende Worte über seinen regelmäßigen TV-Kollegen – besonders zum Thema WM-Titel trotz Teamkollege Lewis Hamilton (41). "Das muss man erst mal schaffen. Trotzdem sieht man, wie er tickt – auch heute noch. Es geht bei ihm immer um Mindgames."
Am 6. März startet die Formel 1 in Australien in die neue Saison. Möglicherweise stehen Nico Rosberg und Ralf Schumacher da zusammen für Pay-TV-Sender Sky vor der Kamera.