Rapper Finch poltert gegen Wehrpflicht: Junge Menschen sollen Deutschland verlassen!

Berlin - Finch (35) zeigt klare Kante: In schärfsten Tönen hat der Deutsch-Rapper die Änderung im Wehrpflichtgesetz kritisiert.

Finch (35) hält mit seiner Meinung nicht hinterm Berg.  © Friso Gentsch/dpa

In einer Instagram-Story appellierte der Musiker an große Teile seiner Fan-Base, ihrer Heimat den Rücken zu kehren.

"Wenn ihr ein junger Mensch seid und die Möglichkeit habt, dieses Land zu verlassen: Macht es, tut es", fand der Wahlberliner und überzeugte Ostalgiker deutliche Worte.

Dann legte er in seiner Wut-Rede nach: "Als 40-jähriger Mann muss ich mich natürlich abmelden, wenn ich drei Monate ins Ausland will. Als wäre es mein verschissener Vater. Es macht einfach nur schlechte Laune."

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Die Bundesregierung bezeichnete er dabei als "größte F*tzenregierung ever"Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und seine "Mafialobby" sollen sich selber der Bundeswehr verpflichten.

In dem Video erklärte der Vater einer Ende 2022 geborenen Tochter auch, er würde ohne familiäre Bindungen möglicherweise nicht nach Deutschland zurückkehren. Zuletzt habe der Rapper unter anderem Zeit in Mexiko verbracht.

Für Selbstständige wie ihn sei Deutschland ohnehin "das unattraktivste Land der Welt".

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Rapper Finch positioniert sich nicht zum ersten Mal gegen das Wehrdienstmodell

Der 35-Jährige bleibt nur der Familien wegen weiter in Deutschland.  © Friso Gentsch/dpa

Hintergrund der aktuellen und heiß geführten Debatte ist eine Änderung im Wehrpflichtgesetz, die zu Beginn des Jahres in Kraft trat. Demnach müssen Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren geplante Auslandsaufenthalte von der Bundeswehr genehmigen lassen.

Bereits zuvor hatte sich der "Dorfdisko"-Interpret kritisch zum neuen Wehrdienstmodell geäußert. Ende 2025 veröffentlichte er den Song "Kein Bock auf Krieg", in dem er sich gegen Aufrüstung, Krieg und die Wehrpflicht positioniert. Der Titel wurde unter anderem von der BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht (56) und ihrem Umfeld aufgegriffen.

Er verschaffte Finch auch eine persönliche Einladung in den Podcast der 56-Jährigen, was ihm manche übel nahmen.

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