Friends-Darstellerin spricht über Schattenseite der Serie: "Niemand hat sich für mich interessiert"
Los Angeles (Kalifornien/USA) - Ganz unverblümt sprach Lisa Kudrow (62) über ihre Erfahrungen bei der weltweit erfolgreichen Kultserie "Friends" und gab offen zu, sich in der Show "übersehen" gefühlt zu haben.
In einem am Samstag veröffentlichten Interview mit The Independent schilderte die US-Schauspielerin, dass sie im Vergleich zu ihren Serienkollegen Jennifer Aniston (57), Courteney Cox (61), Matt LeBlanc (58), Matthew Perry (†54) und David Schwimmer (59) deutlich weniger Aufmerksamkeit erhalten habe.
"Niemand hat sich für mich interessiert", betonte sie gegenüber der Zeitung. Auch innerhalb ihrer eigenen Agentur habe sie sich nach eigenen Angaben nie ernst genommen gefühlt. Dort sei sie teilweise abwertend als "die sechste Freundin" bezeichnet worden.
Während ihre Serienkollegen bereits früh zahlreiche lukrative Filmangebote erhielten, ging die 62-Jährige "Phoebe"-Darstellerin zunächst leer aus. Rückblickend erklärte sie, es habe "keine Vision" für ihre Karriere gegeben.
Am Set der Serie habe stattdessen oft der Eindruck geherrscht, sie könne sich glücklich schätzen, überhaupt Teil von "Friends" zu sein. Erst fünf Jahre nach den ersten Dreharbeiten der Show habe sich die Situation gebessert.
Mit der Premiere des Krimis "Reine Nervensache" aus dem Jahr 1999 wandte sich das Blatt der US-Bekanntheit zum Guten. Die damals 30-Jährige erhielt kurz darauf zahlreiche große Projektanfragen für romantische Komödien.
Die berühmte Serien-Schauspielerin blickt zwiegespalten auf ihre Zeit bei "Friends"
Vor ihrer Zeit bei "Friends" war Kudrow überwiegend in kleineren Produktionen oder Nebenrollen zu sehen. Dennoch betonte die 62-Jährige, dass sie jede Zusammenarbeit geschätzt hätte.
Ein weiterer möglicher Grund für ihre abwertende Position in der "Friends"-Serie könnte an Gerüchten rund um einige Vertragsverhandlungen gelegen haben, fügte die Blondine im Interview hinzu. Zahlreiche Medien behaupteten damals, dass die 62-Jährige eine führende Rolle dabei gespielt hätte.
Die Schauspielerin stritt den Vorwurf bereits vor Jahrzehnten ab und betonte: "Ich war definitiv nicht die Anführerin." Trotz ihres holprigen Starts in die Filmbranche ist die Blondine aus Hollywood heute kaum noch wegzudenken.
Rund 22 Jahre nach dem Serien-Aus blickte Kudrow gespalten auf ihre Zeit bei "Friends". Einerseits bot die TV-Show ihr ein Sprungbrett in die Filmbranche, andererseits habe sie sich lange Zeit unbeliebt gefühlt.
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