Reaktion auf seine Homosexualität: TV-Moderator Marco Schreyl rechnet ab - auch mit Bohlen

Köln - Im November 2023 sprach Marco Schreyl (52) erstmals öffentlich über seine Homosexualität. Jetzt hat er sich seine Hater vorgeknöpft. Auch über Dieter Bohlen (72) verliert er deutliche Worte.

TV- und Radio-Moderator Marco Schreyl (52) bekannte sich erst 2023 öffentlich zu seiner Homosexualität. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Im Podcast "Zwischen den Zeilen" erinnert sich der ehemalige "Deutschland sucht den Superstar"-Moderator im Gespräch mit Gastgeberin Bettina Böttinger (70) noch mal an die Zeit nach seinem Coming-out zurück. 

Auf die Frage, ob dieses für ihn eine Befreiung gewesen sei, entgegnet Schreyl: "Es ist einfach passiert." Dass einige Menschen aus seinem Umfeld damals Bedenken hatten, ob es der richtige Schritt sei, kann er bis heute nicht nachvollziehen. 

"Ich bin 50 und wer nicht checkt, dass ich nicht verheiratet, nicht an eine Frau vergeben bin, nicht über mein Privatleben rede, wer dann nicht checkt, dass ich wohl schwul bin, der hat wohl seine Birne zwischen den Schultern nicht an der richtigen Stelle", rechnet Schreyl ab.

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Böttinger hakt nach, ob Dieter Bohlen zu gemeinsamen "DSDS"-Zeiten (2005 bis 2012, 2022) schon von seiner Homosexualität gewusst habe. Ihr Gast bestätigt dies und erinnert sich an fiese Sprüche, die er als Anspielung auf seine sexuelle Orientierung gedeutet habe.

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Marco Schreyl hätte Dieter Bohlen zu "DSDS"-Zeiten gerne Kontra gegeben

Poptitan Dieter Bohlen (72) ist für seine derben Sprüche bekannt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Laut eigener Aussage sei es ihm damals jedoch nicht gelungen, diesen schlagkräftig zu begegnen. "Was tut das gerade zur Sache? Wo ist dein Problem? Weil ich ein schwuler Mann bin und du nicht?", hätte er Bohlen im Nachhinein gerne entgegnet. 

Damals sei er jedoch nicht selbstbewusst genug gewesen, um dem Musikproduzenten in adäquater Weise Paroli zu bieten. Ein Umstand, den Schreyl rückblickend sehr bereut, wie er im Podcast betont.

Der heute 52-Jährige machte schon als Teenager erste Erfahrungen mit seiner Sexualität. Im Alter von 15 oder 16 Jahren habe er sich zum ersten Mal in einen Mitschüler verliebt. Das Gefühl habe ihn jedoch "fast verstört". 

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Als er sich vor einigen Jahren gegenüber seinen Eltern öffnete, wussten seine Freunde schon längst Bescheid. Seine Mutter habe damals ganz "cool" reagiert und sofort gefragt, ob er einen Freund habe. Sein Vater benötigte etwas mehr Zeit, um damit umzugehen.

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