Lüneburg – Karina Wagner (30) hatte vor Kurzem erklärt, wieso sie ihren frischgeborenen Sohn Romeo nicht stillt. Ihr Video sorgte nun für Diskussionen. Die Influencerin hat genug von der "Mütter-Mafia".
"Ich sage es euch, wie es ist, ich komme mit diesen ganzen Kommentaren nicht mehr hinterher. Ich habe komplett abgeschaltet, was das ganze Thema angeht", erklärte die ehemalige "Make Love, Fake Love"-Protagonistin am Dienstagabend in ihrer Instagram-Story.
Unter ihrem letzten Video, in dem sie die Gründe für ihr Nicht-Stillen verkündete, häufen sich Anmerkungen verschiedener Nutzerinnen, wieso die Aussagen der Mutter "schwierig" seien.
Die meisten finden, dass sie den wahren Vorteil vom Stillen nicht erkenne und egoistisch denke.
"Stillen ist so viel mehr als Nahrung. Finde das Video leider super schwierig", "Ohje das macht mich wirklich traurig – dass durch so viel Reichweite jetzt Frauen beeinflusst werden mit falschen Informationen" oder "Du sagst es selbst: Du warst dir hier selbst einfach wichtiger. Dein Ausruhen und erst mal an dich denken, dich herrichten war deine Priorität" – Aussagen wie diese tummeln sich beispielsweise unter dem Clip.
Besonders für Letzteres habe die Influencerin kaum Verständnis. "Es ist halt so krass, wie sehr sich manche irgendwie auch getriggert fühlen. Also, dass man irgendwie jetzt auch schon negative Nachrichten bekommt, weil ich zurechtgemacht bin", verdeutlichte sie ihr Unverständnis. "Ja, ich habe die Mütter-Mafia auf jeden Fall ein bisschen unterschätzt, sage ich euch, wie es ist."
Karina Wagner stellt die Frage: Würden Menschen im Restaurant auch so reagieren?
Und generell verstehe sie nicht, wieso so viele fremde Menschen so ungefiltert ihren Senf zu ihrer Entscheidung dazugeben wollten.
"Ich finde es so krass, weil ich mich manchmal so frage: 'Wenn man sich so im Restaurant treffen würde, ob dann die Leute auch so die Meinung sagen würden?"
Dass sie mit ihrem Entschluss auf Gegenwind stoßen würde, sei ihr von Anfang an klar gewesen, so die 30-Jährige.
Inzwischen bekäme sie aber auch negative Nachrichten, weil ihr Mann, ihre Mutter oder generell Angehörige der frischgebackenen Eltern die Familie unterstützen.
"Ich bin ganz ehrlich, klar, ich habe auch meine Meinung zu vielen Müttern, [...] wo ich mir so denke: 'Oh Gott, so würde ich es vielleicht auch nicht handhaben.' Der Unterschied ist aber: Ich denke mir mein Teil und das war es."
Und genau das wünsche sie sich von anderen Müttern und generell Frauen, die sich mit ihren Inhalten beschäftigen.