Realitystar Hilbert landet nach Haartransplantation in Notaufnahme
Darmstadt - Teilzeit-Realitystar Jens Hilbert (48) wollte eigentlich nur etwas gegen seine lichter werdenden Haare tun. Doch aus dem Beauty-Eingriff wurde für den Unternehmer plötzlich ein ernster medizinischer Notfall.
Der 48-Jährige, der 2017 "Promi Big Brother" gewann und sich ausgerechnet als Enthaarungsunternehmer einen Namen gemacht hat, ließ sich vor rund zwei Wochen in der Türkei Haare transplantieren.
Insgesamt sollen bei dem mehrstündigen Eingriff rund 3500 Haarwurzeln eingesetzt worden sein. Hilbert wollte damit vor allem seinen Geheimratsecken den Kampf ansagen.
Doch wenige Tage nach der Operation verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. "Ich hatte so starkes Fieber bekommen. Es war nicht auszuhalten. Ich hatte zwar noch Schmerzmittel zu Hause, aber ich habe es nicht in den Griff gekriegt", erklärt der 48-Jährige jetzt gegenüber der "Bild".
Hilbert musste schließlich in die Notaufnahme. Dort stellten die Ärzte offenbar eine Infektion fest, er wurde per Tropf behandelt. "Ich hatte unheimlich schlechte Blutwerte, kurz vor einer Sepsis. Es hat wohl doch nicht so gut geklappt mit meiner Haartransplantation."
Einen direkten Vorwurf an die Klinik in der Türkei erhebt Hilbert allerdings nicht. Komplikationen könnten seiner Ansicht nach überall auftreten. "Das kann dir auch in Deutschland passieren. Bei meiner letzten Haartransplantation, die war in Düsseldorf, ist meine Naht am Kopf aufgeplatzt. Da war dann überall Blut."
Jens Hilbert erklärt, was er rückblickend anders machen würde
Das Wochenende verbrachte der Beauty-Unternehmer im Krankenhaus in Darmstadt. Seit Montag ist er wieder zu Hause und erholt sich von den Folgen des Eingriffs.
Im Nachhinein sieht Hilbert vor allem die schnelle Rückreise kritisch. Er habe die Situation unterschätzt: "Alles war medizinisch professionell organisiert, mit Anästhesie im Krankenhaus und kompletter Betreuung. Aber, wenn man sieht, wie ich zurückgereist bin. Man hockt am Flughafen, frisch operiert. Im Flieger mit einer offenen Wunde. Das hätte ich anders machen sollen."
Für die Behandlung war Hilbert auch aus Kostengründen in die Türkei gereist. Dort zahlte er nach eigenen Angaben etwa 3500 Euro. In Deutschland wäre der Eingriff deutlich teurer geworden.
"Am Flughafen sieht man mehr Operierte als normale Passagiere, das Klischee vom Beauty-Mekka bestätigt sich. Kein Wunder, meine Behandlung kostete etwa 3500 Euro, in Deutschland wäre das mit dem Aufwand kaum unter 9000 bis 15.000 Euro machbar. Mit sechs Leuten um einen herum ist das in Deutschland wegen der Fixkosten gar nicht darstellbar."
Mittlerweile geht es Hilbert wieder besser. Auch die transplantierten Haare sollen sich gut entwickeln. Trotz der Schmerzen und des Krankenhausaufenthalts bereut er den Eingriff nicht. Auf die Frage, ob er es erneut machen würde, sagt Hilbert: "Ja, ich finde, Haare auf dem Kopf zu haben, einfach gut."
Titelfoto: Montage: Screenshot Instagram/jenshilbert, IMAGO/Agentur 54 Grad

