Das Warten hat ein Ende: Roland Kaiser lädt wieder zur "Kaisermania"

Von Jörg Schurig 

Dresden - Der Kaiser am Königsufer: Schlagersänger Roland Kaiser (74) wird ab Freitagabend in Dresden wieder zum Heimspiel erwartet - auch wenn er kein Sachse ist und Fans aus allen Teilen des Landes sowie aus dem Ausland anreisen. Denn mit Dresden ist der 74 Jahre alte Künstler besonders verbandelt.

Der deutsche Schlagersänger Roland Kaiser (74) steht während seines Konzerts im Rahmen der "Kaisermania" auf dem Areal der Filmnächte am Elbufer auf der Bühne.  © Sebastian Kahnert/dpa

"Die Verbindung zwischen dem Herzblut für Musik und der Stadt Dresden empfinde ich als besonders stark", sagte Kaiser mit Blick auf seine neuerliche Konzertserie "Kaisermania".  Vier Mal werden jeweils gut 12.000 Fans auf dem Gelände der Filmnächte am Elbufer die Show des in Westberlin geborenen Sängers und seiner Band sehen.

Am Freitag und am Samstag gibt es die ersten beide Konzerte, am 7. und 8. August folgen weitere Auftritte. Die Begeisterung und Unterstützung der Fans würden ihm unendlich viel bedeuten, hat Kaiser wiederholt betont. Darauf kann der Schlagerbarde auch in diesem Jahr bauen. Viele Fans können jede Textzeile mitsingen. 

Die "Kaisermania" ist auch deswegen beliebt, weil die Bühne vor der Kulisse der Dresdner Altstadt steht. In lauen Sommernächten umgibt ein mediterranes Flair das Geschehen. Die Konzerte zeichnen sich durch eine starke Bühnenpräsenz, emotionsgeladene Momente und eine enge Bindung zum Publikum aus. Seit Beginn der Kaiser-Manie haben rund 670.000 Zuschauer mit Ticket die Konzerte verfolgt. 

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Hinzu kommen immer viele Fans, die in der Nähe des offiziellen Konzertgeländes mitfeiern - zum Beispiel auf den Elbwiesen. Zumindest können sie dort die Lieder des Meisters und die Stimmung der Fans vor der Bühne miterleben.

Bis 2024 bot auch die Carolabrücke vielen Schaulustigen einen Platz - quasi vom 1. Rang. Nach dem Einsturz und Abriss des maroden Bauwerks sind diese Gratis-Plätze aber Geschichte. Nur die Augustusbrücke bietet noch Sicht von der Seite.

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Zaungäste eines "Kaisermania" Konzerts von Roland Kaiser bei den Filmnächten am Elbufer verfolgen den Auftritt auf den Elbwiesen vor dem Veranstaltungsareal gegenüber der historischen Altstadtkulisse.  © Robert Michael/dpa

Alle knapp 50.000 Tickets waren binnen einer Stunde weg

Schaulustige verfolgen das Konzert des deutschen Schlagersängers Roland Kaiser im Rahmen der "Kaisermania" vor dem Areal der Filmnächte an den Elbwiesen vor der Kulisse der Frauenkirche.  © Sebastian Kahnert/dpa

Der Konzertveranstalter Semmel Concerts hat mit der "Kaisermania" ein großes Los gezogen. Auch in diesem Jahr waren die knapp 50.000 Tickets binnen einer Stunde ausverkauft, wie es hieß. Der Veranstalter geht davon aus, dass seit der Premiere im Jahr 2003 mit dem Publikum auf den "Randplätzen" der Elbwiesen reichlich eine Million Menschen Roland Kaiser am Königsufer erlebten - ein Superlativ für jeden Künstler. 

Der Tourismusverband Dresden (TVDD) verbucht die "Kaisermania" unterdessen als Erfolgsschlager für die eigene Branche. Solche kulturellen Großveranstaltungen "stärken die nationale Sichtbarkeit der Stadt, schaffen konkrete Reiseanlässe und sorgen für zusätzliche Wertschöpfung in Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel, Mobilität, Kultur- und Freizeitwirtschaft", betonte Martin Raich, Vize-Chef des TVDD und General Manager des Hilton Dresden.

"Wir freuen uns sehr über die enorme Nachfrage. Die 'Kaisermania' ist für Dresden längst mehr als ein Konzertformat. Sie ist ein touristischer Leuchtturm, der Gäste aus ganz Deutschland anzieht und der Stadt ein positives, emotionales Bild gibt", so Raich. Die Hotellerie spüre diese Wirkung deutlich. "Das erste Wochenende ist de facto fast ausgebucht und auch für das zweite Konzertwochenende sieht es gut aus."

"Kaisermania" mit starker Wirkung

Der Tourismusverband verweist auf eine Untersuchung, wonach gerade die "Kaisermania" eine starke Wirkung entfaltet. So hätten die Gäste dieser Konzertserie im Jahr 2023 dem Tourismus, der Gastronomie und dem Handel einen Umsatz von 21,5 Millionen Euro beschert.

"Viele Gäste verbinden den Konzertabend mit einem Kurzurlaub und verbringen das gesamte Wochenende in Dresden. Das spüren wir bei unseren Buchungszahlen für die Stadtrundfahrten direkt, auch die Rückmeldungen aus der Gastronomie und aus dem Einzelhandel bestätigen das mehr als deutlich", berichtete Diana Maatz, Geschäftsführerin der Stadtrundfahrt Dresden GmbH.

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