Kurz vor TV-Aus? Sandra Maischberger enthüllt entscheidenden Karriere-Knick

Hamburg - Jubiläum bei "Käpt'ns Dinner"! Zur 100. Folge begrüßt Moderator Michel Abdollahi (44) in seiner Sendung eine echte Talkshow-Legende: Sandra Maischberger. Seit mehreren Jahrzehnten ist die 59-Jährige als Journalistin und Moderatorin in den Medien tätig. Doch es gab eine Zeit, in der sie ihre TV-Karriere schon vor dem Aus gesehen hat.

Sandra Maischberger (59) war in der 100. Folge "Käpt'ns Dinner" zu Gast.  © NDR/Marc Huth

Auslöser war eine Weltreise, die Maischberger 1995 mit ihrem Mann unternommen hat. Seit 1994 ist sie mit dem Kameramann Jan Kerhart (66) verheiratet. "Als ich zurückkam, habe ich nicht mehr richtig gut Fuß gefasst. Dann war es so, dass es drei Jahre gab, in denen ich sehr viel gearbeitet habe, aber keinen Job mehr im Fernsehen hatte", erinnert sich die Journalistin im Gespräch mit Abdollahi.

"Da dachte ich, vielleicht ist es das jetzt gewesen." Die Vorstellung, nicht mehr vor der Kamera zu stehen, empfand sie als wenig attraktiv: "Ich war gerne im Fernsehen. Ich habe lieber Talkshows moderiert als welche angesehen, ich geb's zu."

Doch wer die Moderatorin bereits länger verfolgt, weiß: Trotz Karriere-Knick schaffte sie es zurück ins Fernsehen. So moderiert Maischberger seit 2003 unter anderem ihre gleichnamige Talkshow in der ARD.

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Wie lange die 59-Jährige noch zum festen Bestandteil des ARD-Abendprogramms gehört? Die Mutter eines Sohnes erklärt, dass ihre Verträge beim Sender überschaubar bemessen sind: "Meine Verträge gehen immer zwei bis drei Jahre, nie länger." Der Grund: Das sei schlicht "das, was man so angeboten bekommt".

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Sandra Maischberger bei "Käpt'ns Dinner": Debatten in politischen Talkshows im Wandel

Im Gespräch mit Moderator Michel Abdollahi (44) erzählt die Journalistin unter anderem von einem Karriere-Knick.  © NDR/Marc Huth

Ob sich die Art der Debatten in politischen Talkshows gewandelt hat? "Ja. Der Talk macht im Prinzip das, was die Gesellschaft macht. Wir sind natürlich ein bisschen überspitzt, ein bisschen mehr inszeniert. Aber wir spiegeln den Ton der Gesellschaft wider", erklärt sie weiter.

Doch diese Veränderung sei nicht zwangsläufig negativ. Angesichts der politischen Lage weltweit gesteht die gebürtige Münchnerin, dass ihr Zuversicht jedoch zunehmend schwerfällt.

"Nach der Sendung gibt es manchmal Gespräche mit Gästen, wo du dann in so eine Spirale kommst und andere Szenarien auftauchen, und dann gehst du nach Hause und denkst: So viel Schnaps kann ich gar nicht trinken, um nicht selber zu düster zu werden."

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Dennoch sei es für sie keine Option, dieser Düsterkeit nachzugeben - vor allem in Hinblick auf ihren 19-jährigen Sohn, der gerade am Anfang seiner beruflichen Laufbahn steht. "Da denke ich mir immer: Lass den bitte nicht zu tief blicken in das, was ich mir so vorstelle", so Maischberger abschließend.

Die neuen Folgen von "Käpt'ns Dinner" laufen immer am Freitagabend im NDR ab Mitternacht oder vorab in der ARD-Mediathek.

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