Schauspiel-Stars wüten über deutsche Politiker: "Solche Pfeifen braucht keiner"

Berlin - Markige Worte aus der deutschen Schauspielwelt: In scharfen Tönen kritisierte Caroline Beil (59) Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) und forderte seinen Rücktritt. Tina Ruhland (59) rechnete ebenfalls mit der deutschen Politik ab. Auch Simone Thomalla (61) machte ihrem Unmut Luft.

Caroline Beil (59) schoss scharf gegen Kai Wegner (53, CDU).  © Felix Hörhager/dpa

Am Rande einer Emmy-Party im Berliner Schlosshotel Grunewald sagte sie dem Portal TIKonline: "Ein Mensch, der lügt und Tennis spielt, während irgendwie 45.000 Haushalte ohne Strom sind, der sollte auch schleunigst zurücktreten."

In Beils Augen sei es "ein Wunder, dass es so lange gedauert hat" und sie legte nach: "Solche Pfeifen braucht keiner."

Danach gefragt, was sie sich von Politikern wünsche, erklärte die 59-Jährige, "dass sie Politik für Leute machen und nicht, um sich um die nächste Legislaturperiode hinauszuretten".

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Das sei es, was aus ihrer Sicht vielen Leuten gerade missfalle, "weil sie merken, die Politiker kümmern sich null, die setzen sich zusammen und reden von irgendwelchen Reformen, die keine sind". Das sei in ihren Worten frustrierend.

In diesem Zusammenhang führte die Moderatorin an, dass bei VW "vielleicht bald 150.000 Stellen abgebaut" würden, "die Wirtschaft geht runter, alles geht den Bach runter, die Leute finden das nicht gut und dann sitzen da irgendwelche Pfeifen, die nicht mal einen Schulabschluss haben und wollen unser Land regieren. Das finde ich irgendwie schwierig".

Hintergrund der Kritik ist die sogenannte Tennis-Affäre. Wegner war Anfang Januar während eines großflächigen Stromausfalls in Berlin Tennis spielen gegangen, obwohl rund 45.000 Haushalte und Tausende Gewerbebetriebe von der Krise betroffen waren.

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Auch Tina Ruhland richtet ihre Kritik gegen die Politik

Simone Thomalla (61) schaltete sich auch in die Debatte ein.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Wegen widersprüchlicher Angaben dazu, mit wem er zu Beginn des Blackouts telefoniert, geriet der CDU-Politiker monatelang ins Kreuzfeuer der Kritik. Auch nach seinem Rücktritt als CDU-Spitzenkandidat verhallt diese nicht.

In eine ähnliche Kerbe wie Beil schlug Tina Ruhland (59) auf dem Event und sparte laut dem Portal nicht mit Kritik an der aktuellen politischen Lage, die sie als "extremst beängstigend" bezeichnete.

Was in der Politik im Moment passiere, "geht auf keine Kuhhaut". Die Schauspielerin wünscht sich, dass Politiker "nicht straffrei ausgehen, wenn Sachen passieren."

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Als Beispiel führte Ruland die Masken-Affäre um Unionsfraktionschef Jens Spahn (46) ins Feld. "Das kann nicht sein. Man muss einfach so damit umgehen wie sich jeder Arbeitnehmer und jeder Arbeitgeber verhalten muss." Sie beklagte einen fehlenden Ehrencodex und es gehe Politikern nur noch darum, sich zu bereichern.

Tina Ruhland (59) nahm sich Jens Spahn (46, CDU) zur Brust.  © Gerald Matzka/dpa

Simone Thomalla (61) schaltete sich ebenfalls auf der Veranstaltung in die Debatte ein: "Wir sind in einer Demokratie, wo man letzten Endes nirgendwo mehr sagen kann, was man denkt." Sie traue den Worten der Politiker offenbar nicht mehr und als Kind der DDR bedauere sie, dass ein Dialog nicht mehr möglich sein.

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