Nach Schwulenhass-Shitstorm: Jetzt verteidigt sich Shirin David

Für Shirin David (21) hagelte es in den letzten Tagen jede Menge Anfeindungen.
Für Shirin David (21) hagelte es in den letzten Tagen jede Menge Anfeindungen.

Köln - Ein gewaltiger Skandal überrollte in der vergangenen Woche die deutsche YouTube-Landschaft! "DSDS"-Jurorin und Video-Bloggerin Shirin David (21) hat ein Video hochgeladen, in welchem sie gemeinsam mit dem für seine homophoben Videos bekannten YouTuber Mert Eksi vor der Kamera stand.

Für die zwei Videos, die die beiden auf ihren jeweiligen Kanälen hochluden, hagelte es für die Blondine jede Menge Kritik und Anfeindungen. Mittlerweile löschten beide die Videos. Doch das tat dem Shitstorm keinen Abbruch. Noch schlimmer wurde es, als Mert ein Statement-Video veröffentlichte, in welchem er wieder extrem gegen Homosexuelle schoss.

Das Video war selbst für die Video-Plattform zu extrem und wurde gesperrt. Auch Merts Management "Divimove" zog Konsequenzen und kickte den YouTuber mit seinen über 700.000 Abonnenten aus dem Netzwerk.

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"Eine solche Einstellung - in Zeiten, in denen Zusammenhalt unabhängig von Religion, Kultur oder Sexualität wichtiger denn je ist - möchten wir nicht weiter dulden und ist für uns untragbar", hieß es in einem Statement auf Facebook.

Doch was sagt eigentlich Shirin zu den Vorwürfen? Die 21-Jährige entschuldigte sich nun in einem Interview auf dem Kanal "World Wide Wohnzimmer", der von den Zwillingen Dennis und Benni Wolter betrieben wird, bei ihren Fans und erklärt, wie es überhaupt zu der fragwürdigen Kooperation kommen konnte.

Grund dafür war eine Video-Kooperation mit dem offensichtlich homophoben YouTuber Mert Eksi.
Grund dafür war eine Video-Kooperation mit dem offensichtlich homophoben YouTuber Mert Eksi.

"Wir haben uns im Sommer 2016 kennengelernt, indem ich einen Song von ihm richtig cool fand", erinnert sich Shirin, "Das war für mich ein YouTuber, der wirklich rappen kann und das hat sich halt super cool angehört."

Shirin gefiel der Track offenbar so gut, dass sie ihn mit ihren Followern auf Snapchat teilte. Daraufhin habe Mert sie angeschrieben und sie seien ins Gespräch gekommen, um sich anschließend zu einem entspannten Essen in Köln zu treffen. Doch auch in vielen Gesprächen sei das Thema nie auf seine Einstellung zu homosexuellen Menschen gefallen.

Irgendwann sei die Idee für ein gemeinsames Video aufgekommen. Mit einer Sache hatte sich Shirin aber offenbar nicht ausreichend beschäftigt - mit Merts Video-Content. "Das war das erste Mal, dass ich von jemandem nicht den Kanal gecheckt hab", erklärt sie, "Egal wer zu Dir kommt, Du musst den auseinanderanalysieren und das war einfach der Fehler, den ich gemacht hab'."

Auch von den Inhalten von Merts Statement-Video habe sie nichts gewusst. Mit Schwulenhass möchte die Blondine auch absolut nichts zu tun haben und bittet daher nicht nur ihre Fans um Verzeihung: "Ich möchte, dass die Leute, die sich wirklich verletzt fühlen, wissen, dass es mir von Herzen leidtut und, dass es nicht meine Absicht war."

In Zukunft wolle Shirin genaustens darauf achten, mit wem sie Videos dreht und welche Werte sie in der Öffentlichkeit vertritt. Einen zweiten Ausrutscher dieser Art würden ihr ihre Fans vielleicht nicht verzeihen.

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