Nackte Sophia Thiel sorgt mit Foto für Wirbel, Instagram warnt vor Inhalt

München - Sophia Thiel (26) sorgte erst kürzlich für großes Aufsehen, als sie in einem YouTube-Video erstmals offen über ihre Essstörung und eine notwendige Psychotherapie sprach. Nun hat die Influencerin auf Instagram nochmals nachgelegt.

Lange war von ihr nichts zu sehen, nun ist Sophia Thiel (26) wieder da. Die Influencerin hat zu sich selbst gefunden und will anderen helfen.
Lange war von ihr nichts zu sehen, nun ist Sophia Thiel (26) wieder da. Die Influencerin hat zu sich selbst gefunden und will anderen helfen.  © Peter Kneffel/dpa

Wer das Profil der 26-Jährigen auf der beliebten Social-Media-Plattform aufruft, wird wohl sofort auf ein Foto zwischen all den Schnappschüssen Thiels aufmerksam. Der Grund? Es ist nicht erkennbar!

"Dieses Foto enthält Inhalte, die einige Menschen als verstörend empfinden könnten", wird das Bild von Instagram mit einem durchgestrichenen Auge als "sensibler Inhalt" gekennzeichnet und somit beim Aufruf des Accounts verborgen. Wer es dennoch begutachten möchte, der muss auf "Foto ansehen" am unteren Rand des Beitrags klicken.

Zu sehen ist die gebürtige Rosenheimerin dann nackt auf einem hockerähnlichen Gegenstand. Ihr Körper ist von gezackten Linien überzogen, die unweigerlich sofort an ein Labyrinth erinnern.

Die intimsten Stellen sind zwar durch ihr Knie sowie ihre Hände und einen Fuß verdeckt, dennoch überschreitet der Beitrag die Instagram-Grenze.

Es ist ein Bild, welches nicht nur bei den inzwischen mehr als 1,3 Millionen Followern der Influencerin Fragen aufwirft und so natürlich auch erhebliches Interesse für den Grund der Motivwahl weckt - und genau das ist das Ziel.

"Mein Körper und ich. Was haben wir schon alles gemeinsam durchgemacht. Auf meiner Haut ein Labyrinth, symbolisch für die ganzen Irrwege und Sackgassen des Lebens - auf meiner langen Suche nach mir selbst", ist im Zuge des Postings zu lesen.

Die Belastung durch die eigenen Ansprüche und der Druck durch das Leben in der Öffentlichkeit hatten großen Anteil. Thiel reflektiert in der Folge die zurückliegenden Jahre, die lange Social-Media-Auszeit und die eigene Suche nach Glück.

Essstörung und Psychotherapie: Sophia Thiel beschreibt in Buch Weg aus ihrer persönlichen Lebenskrise

Sophia Thiel (26) sorgt mit einem Foto, das die Instagram-Grenzen sprengt, derzeit für Aufsehen. Sie hat eine wichtige Botschaft.
Sophia Thiel (26) sorgt mit einem Foto, das die Instagram-Grenzen sprengt, derzeit für Aufsehen. Sie hat eine wichtige Botschaft.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB

Sie habe sich "verloren und wie in einem Labyrinth" gefühlt, erklärt die hübsche Blondine, die mit einem Haar-Umstyling unlängst nicht nur Freund Raphael (24) überrascht hatte. Sie sei "verzweifelt auf der Suche nach Antworten für meine damals noch nicht diagnostizierte Essstörung" gewesen. Dies war für Thiel alles andere als ein leichter Weg, er brachte sie vielmehr an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit.

"Man könnte meinen, dass man von sich selbst und seinem Körper zusammen in EINEM spricht und nicht voneinander getrennt, so wie ich das hier mache. Aber so war es lange Zeit bei mir", schreibt sie. Egal, wie sehr sie dagegen angekämpft habe.

"Mein eigener Körper fühlte sich an wie mein Gegner, mein größer Saboteur meines 'Glücklich-Seins'. Mein Köper, die Diäten und ich. Ich habe in der Vergangenheit hinter den Kulissen sehr viel Schindluder mit mir betrieben und bin über die Entwicklung seit meiner Pause mehr als nur dankbar. Auch dafür, was mein Körper alles leistet und mir über die letzten Jahre hinweg verziehen hat", blickt Thiel zurück und verweist auf ihr Buch, das sie zum Verkaufsstart mit dem Posting bewirbt.

In "Come Back Stronger" schreibe sie darüber, wie sie "wieder zu meiner persönlichen Mitte, meinem Zentrum, gefunden habe". "Es war wahrscheinlich die persönlich schwierigste Zeit meines Lebens", so Thiel. Dies kommt bei ihren Fans gut an.

Es sei die "Realisierung dieses Herzensprojekts" gewesen - und nicht minder wichtig: Thiel hofft laut eigener Aussage darauf, dass sie mit ihrem Buch vielleicht "vielen da draußen eine Hilfestellung bieten" könne, die sich in ähnlicher Lage befänden.

Und sie selbst? "Wir sind inzwischen gute Freunde geworden, auch wenn wir uns manchmal streiten. Nicht mehr als Gegner, sondern als Team bestreiten wir unsere weitere Reise und freuen uns auf die Zukunft", schließt Thiel den Beitrag hinsichtlich des eigenen Verhältnisses zu ihrem Körper. Von einem "Happy End" will sie aber nicht sprechen.

Titelfoto: Montage: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/ZB, Screenshot instagram/sophia.thiel

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