Sophia Thiel mit ehrlichen Worten auf Instagram: Mentale Probleme und "kleines Ich"

München - Sophia Thiel (27) gewährt ihrer Followerschaft auf Instagram ein ums andere Mal tiefe Einblicke in ihr Privat- und Seelenleben. Die gebürtige Rosenheimerin greift dabei auch das Thema mentale Gesundheit immer wieder auf.

Sophia Thiel (27) kämpft mit mentalen Problemen, möchte auf das Thema aufmerksam machen.
Sophia Thiel (27) kämpft mit mentalen Problemen, möchte auf das Thema aufmerksam machen.  © Montage: Ursula Düren/dpa, Screenshot/Instagram Sophia Thiel

Nachdem Thiel auf der Plattform zuletzt vermehrt in Form von kleinen Zusammenschnitten gezeigt hat, wo sie sich aufhält oder was sie gerade macht, stand am heutigen Freitagnachmittag der Kampf mit ihren psychischen Problemen im Vordergrund.

In ihrer Story gab die Influencerin den mehr als 1,3 Millionen Menschen, die ihr auf Instagram derzeit folgen, ein "kleines Mental-Health-Update", was ihr aber stellenweise spürbar schwer zu fallen schien.

"Meine Therapeutin meint, dass ich eine ziemlich depressive Episode habe", erklärte Thiel kurz nach ihrem Einstieg ohne entsprechende Umschweife. Sie fühle sich aktuell "super unwohl mit mir und meinem Körper". Es laufe in ihrem Leben alles schlicht nicht so, wie sie es eigentlich geplant habe.

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Sie versuche dennoch ihre Pflichten zu erledigen, hätte dafür gerne "mehr Energie, Kreativität und Tatendrang". Das alles sei gerade allerdings schlicht nicht da. Im Gegenteil! Die 27-Jährige fühle sich die ganze Zeit über "sehr kaputt, schlapp und müde".

Neu ist das alles für Thiel allerdings nicht. "So Phasen hatte ich immer wieder mal. Ich weiß, dass diese auch wieder vergehen werden", führte sie weiter aus. Die richtigen Worte zu finden, falle ihr schwer. "Wenn ich dann ein bisschen down bin, weiß ich immer nicht, was ich sagen soll." Sie hoffe, dass es ihren Fans besser und es auch bei ihr hoffentlich bald wieder bergauf gehe.

Thiel vermutet, dass die derzeitige Phase auch mit ihrem bald anstehende Geburtstag am 13. März zusammenhänge.

Sophia Thiel: Geburtstag sorgt immer wieder für folgenschwere Gedankenausflüge

Sophia Thiel (27) gewährte tiefe Einblicke in ihr Seelenleben.
Sophia Thiel (27) gewährte tiefe Einblicke in ihr Seelenleben.  © Peter Kneffel/dpa

Demnach seien die Probleme auch früher oftmals im zeitlichen Zusammenhang mit ihrem Ehrentag aufgetreten. Sie verspüre dann stets eine gewisse Lethargie, die mit dem Älterwerden zu tun habe.

Was ihr Geburtstag in ihr auslöst, schilderte Thiel im Anschluss sehr eindrücklich und nachvollziehbar.

Demnach reflektiere sie, was all die Jahre in ihrem Leben schon geschehen sei, denke dabei meistens an die Vergangenheit zurück, welche "stellenweise nicht so positiv" gewesen verlaufen sei. Außerdem mache sie sich ebenso Sorgen wegen der Zukunft.

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All das belastet Thiel - auch wenn sie schon dazu gelernt und sich mehr Freiheiten eingeräumt hat. "Es nervt mich halt irgendwie so. Warum kann ich meinen Geburtstag denn nicht einfach genießen."

Dass sie im Umgang mit sich selbst oft zu streng oder hart agiere, hatte die Influencerin bereits vermehrt thematisiert. Dies sei laut ihrer Therapeutin allerdings trotz allem noch immer der Fall. "Es hat sich schon viel verbessert, aber ich mache mich immer noch häufig für meine 'Fehler' und dafür, wenn es mir schlecht geht, fertig", schilderte Thiel. Ihr "kleines Ich" soll ihr helfen.

"Sie (die Therapeutin, Anm. d. Red.) meinte zu mir, ob ich mit meinem kleinen 'Ich' genauso umgehen und sprechen würde ... natürlich nicht", führte die 27-Jährige aus und hat einen Tipp für Menschen, die ebenfalls zu kämpfen haben.

Sophia Thiel will Menschen mit psychischen Problemen unterstützen: "Kleines Ich" als wichtiger Ansatz

An ihre Followerschaft gerichtet fragte Thiel in ihrer Story: "Wenn auch Du das nächste Mal gemein zu Dir selbst bist und alles von Dir selbst schlecht redest, denke an Dein 5-jähriges 'Ich' - wie möchtest Du ihr/ihm helfen, wenn es ihr/ihm schlecht geht?"

Das sei natürlich im Alltag in schwierigen Situationen manchmal nur schwer umsetzbar, alleine die Vorstellung helfe ihr aber bereits. Ein Vergleich soll dies verdeutlichen: "In welchen Fächern war man auch in der Schule meistens am besten - in denen, mit den coolen und netten Lehrern und nicht bei denen, die einen ständig zur Sau gemacht haben."

Titelfoto: Montage: Ursula Düren/dpa, Screenshot/Instagram Sophia Thiel

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