Kampf gegen Depressionen: Sophia Thiel will Augen öffnen und Mut machen

München - Sophia Thiel (28) gewährt auf Instagram mitunter tiefe Einblicke in ihr Privat- und vor allem Seelenleben. Jetzt hat sich die Influencerin aus Bayern einmal mehr zu Wort gemeldet - und das mit einem überaus wichtigen Thema.

Sophia Thiel (28) will betroffenen Menschen Mut machen.
Sophia Thiel (28) will betroffenen Menschen Mut machen.  © Felix Hörhager/dpa

Sie wisse aus "eigener persönlicher Erfahrung" nur allzu gut, wie extrem schwierig es sein könne, "sich anderen anzuvertrauen und gezielt nach Hilfe zu fragen", erklärte die gebürtige Rosenheimerin im Rahmen einer Story auf der Plattform einleitend.

Thiel verwies in diesem Zusammenhang direkt auf die darauffolgende Story. In dieser zeigte sie "fünf einfache Punkte", die Angehörigen, Freunden oder Bekannten helfen sollen, "wie man Betroffene in schwierigen Zeiten am besten unterstützen kann".

Ergänzend bat die Bayerin ferner darum, sich bei akuten Fällen jederzeit unter anderem direkt per E-Mail an die Deutsche Depressionshilfe zu wenden.

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Die von Thiel in dem kurzen Clip angesprochenen fünf Punkte verbergen sich in den jeweiligen Buchstaben des englischen Wortes "brave", das in diesem Zusammenhang den Mut veranschaulichen soll, vorhandenen Schwierigkeiten beziehungsweise einer bestehenden Erkrankung die Stirn zu bieten.

Das "B" steht hierbei für "be present", also mit ungeteilter Aufmerksamkeit für den Menschen da zu sein - und das in der richtigen Atmosphäre ("right setting"). Wichtig ist auch, Fragen zu stellen ("ask questions") und somit auf den oder die Betroffene einzugehen sowie deren Gefühle zu validieren ("validate feelings"). Nicht weniger bedeutend ist es letztlich zudem, die Person, die gerade eine schwierige Zeit hat, dazu zu ermutigen zu handeln ("encourage action").

Sophia Thiel untermauert Bedeutung davon, sich helfen zu lassen: "Das ist der Wahnsinn"

Die Influencerin, der allein auf Instagram mehr als 1,3 Millionen Menschen folgen, hat sich selbst Hilfe gesucht - und bereut dies nicht.
Die Influencerin, der allein auf Instagram mehr als 1,3 Millionen Menschen folgen, hat sich selbst Hilfe gesucht - und bereut dies nicht.  © Peter Kneffel/dpa

Wie wichtig genau jenes Handeln ist, verdeutlichte sie in Form einer zuvor gezeigten Zeitraffer-Story.

Zu sehen war Thiel in dieser während einer eigenen Therapiesitzung, die in ihren vier Wänden online an einem Notebook stattfand. "Ich fühle mich danach immer so unglaublich gut", schilderte die 28-Jährige ihre Gefühle im Anschluss. "Das ist der Wahnsinn."

Sie räumte allerdings ebenfalls gewohnt ehrlich ein, dass sie selbst deutlich zu lange gewartet habe, sich früher in eine Behandlung hätte begeben sollen.

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Ebenjener Schritt, sich helfen zu lassen, sei für die sportbegeisterte Influencerin letztendlich eine der "schwierigsten", aber für sie persönlich ebenso "wertvollsten" Entscheidungen gewesen, die sie in ihrem bisherigen Leben für sich getroffen habe.

Bereits in der Vergangenheit ist Thiel auf die komplexe Thematik, die viel mehr Menschen betrifft, als es vielleicht den Anschein haben mag, eingegangen. Durch ihren offenen Umgang will sie ihre gigantische Reichweite nutzen. Ihr folgen derzeit allein auf Instagram mehr als 1,3 Millionen (!) Menschen. Betroffenen Personen will sie Mut machen und bei Verwandten, Freunden und auch im Umfeld ebenjener die Wahrnehmung von selbst kleinsten Anzeichen zu schärfen.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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