Stars machten sich stark: Schauspielerin Andrea Riseborough behält Oscar-Nominierung!

Los Angeles - Die Schauspielerin Andrea Riseborough (41) darf ihre Oscar-Nominierung nach Entscheidung der Filmakademie behalten.

Andrea Riseboroughs (41) überraschende Oscar-Nominierung sorgte für Unruhe und Mutmaßungen in Hollywood.
Andrea Riseboroughs (41) überraschende Oscar-Nominierung sorgte für Unruhe und Mutmaßungen in Hollywood.  © Jason Mendez/Getty Images/AFP

Der Verband in Los Angeles teilte am Dienstag mit, dass die Nominierung der Britin als "Beste Hauptdarstellerin" für den Film "To Leslie" nicht zurückgenommen werde.

Riseborough war vorige Woche nach einer massiven Social-Media-Kampagne völlig überraschend für ihre Rolle in dem kaum bekannten Filmdrama nominiert worden war.

Der Vorfall habe nicht "eine Stufe" erreicht, um die Nominierung abzuerkennen, schrieb Bill Kramer (58), Geschäftsführer der Oscar-Akademie, am Dienstag in einer Mitteilung. Gewisse Werbe-Taktiken hätten aber "Bedenken" ausgelöst.

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Ziel der Academy sei ein "faires und ethisches" Preisverfahren, basierend auf den Verdiensten der Filmschaffenden. Die Richtlinien müssten weiter überarbeitet werden.

Die 41-jährige Britin ist gemeinsam mit Cate Blanchett (53, "Tár"), Michelle Yeoh (60, "Everything, Everywhere All at Once"), Ana de Armas (34, "Blond") und Michelle Williams (42, "The Fabelmans") für den Hauptdarstellerinnen-Oscar nominiert.

Sie waren es auch, die der 41-Jährigen und ihrer Rolle die aus ihrer Sicht gebührende Aufmerksamkeit schenkten.

Das sind sie, die fünf Frauen im Rennen um den Oscar für die "Beste Hauptdarstellerin": Ana de Armas (34, "Blond", v.l.n.r.), Michelle Yeoh (60, "Everything, Everywhere All at Once"), Andrea Riseborough (41, "To Leslie"), Michelle Williams (42, "The Fabelmans") und Cate Blanchett (53, "Tár").
Das sind sie, die fünf Frauen im Rennen um den Oscar für die "Beste Hauptdarstellerin": Ana de Armas (34, "Blond", v.l.n.r.), Michelle Yeoh (60, "Everything, Everywhere All at Once"), Andrea Riseborough (41, "To Leslie"), Michelle Williams (42, "The Fabelmans") und Cate Blanchett (53, "Tár").  © Bildmontage: Sebastien Bozon, Ander Gillenea, Frederic J. Brown, Michael Tran/AFP

Hollywood-Stars lösen Graswurzelbewegung für Andrea Riseborough aus

Von Kollegen und Kolleginnen erhielt Andrea Riseborough (41) sehr viel Zuspruch und Unterstützung.
Von Kollegen und Kolleginnen erhielt Andrea Riseborough (41) sehr viel Zuspruch und Unterstützung.  © Bildmontage: Momentum Pictures, Arthur Mola/Invision/AP/dpa

Ihre komplexe Rolle als alkoholsüchtige, alleinerziehende Mutter in "To Leslie" war von Kritikern hoch gelobt worden, aber das kleine Independent-Drama von Regisseur Michael Morris (56) hatte kaum Zuschauer und war nur wenigen Academy-Mitgliedern aufgefallen.

Das änderte sich erst, als sich prominente Kollegen und Kolleginnen, darunter Gwyneth Paltrow (50), Amy Adams (48), Kate Winslet (47), Susan Sarandon (76) und Edward Norton (53) in sozialen Medien oder bei Veranstaltungen für Riseborough stark machten.

"Ich schreibe nicht viel über Filme oder Schauspielerleistungen... vielleicht sollte ich das öfter tun", schrieb "Glass Onion"-Star Edward Norton auf Instagram.

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"Aber für diejenigen, die sich für wirklich großartige Schauspielerei interessieren, möchte ich sagen, dass mich Andrea Riseboroughs Darstellung in "To Leslie" einfach umgehauen hat. Das ist so ziemlich die engagierteste, emotional tiefste und körperlich erschütterndste Darstellung, die ich seit langem gesehen habe."

"Andrea sollte jeden Preis gewinnen, den es gibt, und all die, die noch nicht erfunden worden sind", fasste Schauspiel-Kollegin Gwyneth Paltrow zusammen. Die ungewöhnliche Graswurzelbewegung stieß bei einigen auf Kritik und wurde als möglicher Verstoß gegen die Lobby-Richtlinien der Academy gesehen.

Lob und Anerkennung für Andrea Riseborough in sozialen Netzwerken

Die 95. Oscar-Verleihung in Hollywood ist für den 12. März geplant. Die Science-Fiction-Komödie "Everything Everywhere All at Once" ist mit elf Nennungen Favorit. Das deutsche Antikriegsdrama "Im Westen nichts Neues" ist mit sensationellen neun Nominierungen im Rennen.

Titelfoto: Bildmontage: Momentum Pictures, Arthur Mola/Invision/AP/dpa

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