Von Albert Otti
Wien - Ein mutmaßlicher IS-Sympathisant ist eineinhalb Jahre nach der terrorbedingten Absage von Taylor-Swift-Konzerten in Wien angeklagt worden.
Der heute 21-jährige Österreicher habe ein Attentat auf den ersten der drei Auftritte Anfang August 2024 vorbereitet, hieß es von der Staatsanwaltschaft Wien.
Die noch nicht rechtskräftige Anklage umfasst demnach mutmaßliche terroristische Straftaten, Beteiligung an einer kriminellen Organisation und andere Delikte.
Im Falle einer Verurteilung drohen dem Verdächtigen bis zu 20 Jahre Haft.
Der junge Mann war kurz vor den Konzerten, zu denen insgesamt mehr als 200.000 Zuschauer erwartet wurden, festgenommen und dann in Untersuchungshaft genommen worden.
Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte er sich im Internet eine Anleitung zum Bau einer Schrapnell-Bombe besorgt, die für die Terrororganisation Islamischer Staat typisch ist.
Dafür habe er bereits eine geringe Menge Sprengstoff hergestellt. Weiter habe er mehrfach versucht, über illegale Händler an Schusswaffen und eine Handgranate zu kommen. Auch sei der Mann an Plänen für andere Anschläge beteiligt gewesen, hieß es.