Schwere Vorwürfe gegen Til Schweiger: Externer Bericht legt Details offen

Hamburg - Seit April sieht sich Filmstar Til Schweiger (59) schweren Vorwürfen ausgesetzt: Am Set von "Manta, Manta - Zwoter Teil" soll er ein "Klima der Angst" verbreitet haben, zudem berichteten Mitarbeiter von "Schikane und Gewalt".

Filmstar Til Schweiger (59) am Set von "Manta, Manta - Zwoter Teil". Dort soll sich der Schauspieler schwer daneben benommen haben.
Filmstar Til Schweiger (59) am Set von "Manta, Manta - Zwoter Teil". Dort soll sich der Schauspieler schwer daneben benommen haben.  © Bernd Spauke/Constantin Film Verleih/dpa

Während der Schauspieler selbst zu den Anschuldigungen schweigt, gewährte die verantwortliche Produktionsfirma "Constantin Film" nun Einblicke in die Ergebnisse einer externen Untersuchung der Vorfälle.

Demnach habe die Rechtsanwaltskanzlei SKW Schwarz (SKW) mit 50 Personen, die bei den Dreharbeiten dabei waren, "ausführliche Interviews" geführt. Das teilte "Constantin Film" auf der hauseigenen Website mit.

Dabei seien die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima am Filmset von einer Reihe der Befragten als "eher mäßig" oder "schlecht" bewertet worden. Die Untersuchung habe "Fehlverhalten" bei den Dreharbeiten bestätigt.

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Darüber hinaus seien gesetzliche Arbeitszeitregelungen nicht eingehalten worden, die Arbeitsbelastung sei von vielen Mitwirkenden in diesem Zuge als "sehr hoch" empfunden worden. Dennoch habe die Mehrheit der Befragten die Stimmung am Set als "sehr gut", "gut", oder "o.k." bewertet.

Schweiger selbst, so berichtet es unter anderem die "BILD", habe sich im Rahmen der Befragung "entschuldigt". Einige Dinge täten ihm "unendlich leid", an andere könne er sich indes "nicht erinnern".

"Constantin"-Chef bezeichnet Til Schweiger als "kontroverse Figur"

Martin Moszkowicz (65), Chef von "Constantin Film", macht sich "große Vorwürfe". Schweiger bezeichnete er als "kontroverse Figur". (Archivfoto)
Martin Moszkowicz (65), Chef von "Constantin Film", macht sich "große Vorwürfe". Schweiger bezeichnete er als "kontroverse Figur". (Archivfoto)  © Felix Hörhager/dpa

Laut des Berichts hätten zahlreiche Befragte bestätigt, dass der 59-Jährige während der Dreharbeiten Alkohol zu sich genommen habe, seine Äußerungen gegenüber Teammitgliedern seien teilweise "grenzwertig, übergriffig und verletzend" gewesen.

Martin Moszkowicz (65), Chef von "Constantin Film", erklärte: "Ich bin für alles verantwortlich, insofern mache ich mir große Vorwürfe. Das hätte nicht passieren dürfen." In Richtung Schweiger sagte er: "Ich weiß, dass er eine kontroverse Figur ist. Ich hoffe, dass er seine Karriere weiterführen kann."

Als Reaktion auf die Untersuchungsergebnisse kündigte die Produktionsfirma "ein Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung der Standards bei Filmproduktionen" an.

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Ziel sei es, "Fehlentwicklungen künftig früher zu erkennen und entsprechende Vorkommnisse zu verhindern".

Titelfoto: Bernd Spauke/Constantin Film Verleih/dpa

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