Torsten Sträters traurige Familiengeschichte: "Bei uns wurde immer nur fast geweint"
Hamburg - Comedian Torsten Sträter (59) sprach im Podcast "feinstoff" mit Guido Maria Kretschmer (60) so offen wie nie über seine bewegende Familiengeschichte.
Der 59-Jährige erzählte von dem schwierigen Verhältnis zu seiner Mutter – und davon, dass er seinen Nachnamen von einem Mann trägt, der gar nicht sein Vater ist.
Der Schriftsteller und Komiker kam als uneheliches Kind auf der Couch seiner Großmutter zur Welt.
Um das gesellschaftliche Ansehen zu wahren, heiratete seine Mutter später einen Busfahrer – den Mann, von dem Torsten seinen Nachnamen hat. Die Adoption wurde verschwiegen, Nähe entstand nie.
Torsten Sträter über seine Familie: Nähe fiel ihm immer schwer
Auch das Verhältnis zu seiner Mutter war schwierig: Er erinnerte sich an den Tag, als seine Großmutter starb. In der Küche stand er seiner Mutter gegenüber, sie hatte Tränen in den Augen – aber sie weinte nicht. "In meiner Familie haben immer alle nur fast geweint", erzählte Sträter. Trost spenden? "Das hat uns keiner beigebracht."
Selbst als sein großer Bruder an einem Freitag, den 13. starb, fiel ihm Nähe schwer. "Ich habe Aufgaben für ihn erledigt, Rechnungen bezahlt – so konnte ich funktionieren, ohne weinerlich zu werden."
Am Ende der Folge stellte Guido wie immer die Frage: "Make a wish?" - Torsten wünschte sich "mehr Wertschätzung im Kleinen". Es klang, als wolle er die Menschen daran erinnern, die Nähe zu zeigen, die er selbst nie erfahren hatte.
Titelfoto: Henning Kaiser/dpa