Köln - Janin Ullmann packt aus: Vor rund 25 Jahren arbeitete die Moderatorin bei VIVA unter anderem mit Oliver Pocher (48) zusammen. Eine Sache im Zusammenhang mit dem Kollegen ärgert sie bis heute.
Im Podcast "babygotbusiness" von Ann-Kathrin Schmitz spricht die Blondine ganz offen über Geld und dabei auch über eine Erfahrung aus ihrer Zeit beim Kult-Sender. Konkret geht es um ihr erstes Gehalt als Musik-TV-Moderatorin.
"Ich war ja reich, ich habe da 3000 D-Mark brutto bekommen", erinnert sich Ullmann. Damals sei sie erst 18 Jahre alt gewesen und habe kaum Erfahrung mit Gehältern oder Vertragsverhandlungen gehabt. Sie gesteht: "Ich bin da so blauäugig hingegangen."
Erst Jahre später - beim Schreiben ihres Buches "Female Finance: Dein Geld. Dein Leben. Deine Regeln" - habe sie von Olli erfahren, dass dieser zur selben Zeit satte 5000 D-Mark brutto kassierte.
"Das war meine erste Erfahrung mit dem Gender Pay Gap", betont Ullmann im Podcast. Damit ist die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern bei gleicher Tätigkeit gemeint. Der eklatante Gehaltsunterschied ärgert die 48-Jährige bis heute.
Besonders die Voraussetzungen für die Gehaltsverhandlungen sieht die Moderatorin kritisch. So soll Pocher zunächst ein Angebot über 4000 D-Mark erhalten haben, das sein Management anschließend noch nachverhandelte.
Janin Ullmann poltert: "Absolute Ungleichheit und auch Ungerechtigkeit!"
"Aber auch da ist die Ausgangslage ja eine andere, wenn sie mir als junge Frau 3000 D-Mark anbieten und dem jungen männlichen Kollegen 4000 D-Mark", bringt Ullmann das grundlegende Problem aus ihrer Sicht noch einmal auf den Punkt.
Dann schiebt sie noch hinterher: "Da, muss man einfach sagen, ist das eine absolute Ungleichheit und auch Ungerechtigkeit." Rückblickend bedauere sie vor allem, das Thema seinerzeit nicht gleich angesprochen zu haben.
"Ich ärgere mich wirklich noch bis heute, dass ich ihn damals nicht gefragt habe, was er verdient", so Ullmann über den Vorfall vor rund 25 Jahren. Dass ihr finanzielle Themen besonders am Herzen liegen, liegt auch in ihrer Kindheit begründet.
Gemeinsam mit ihrer Schwester wuchs Janin bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. "Wir mussten jeden Groschen dreimal umdrehen", stellt sie klar. Heute setzt sich die 44-Jährige dafür ein, dass sich Frauen mit Geldern und Verträgen intensiver auseinandersetzen.