Während TV-Dreh: Elif erlebt den schwersten Moment ihres Lebens
Berlin - Sängerin Elif (33), bekannt geworden als Zweitplatzierte der "Popstars"-Staffel 2009, offenbart jetzt, wie eine Vorahnung und ein Anruf aus der Familie ihr Leben schlagartig veränderten.
Während des Drehs für das Musikformat "Sing meinen Song" in Südafrika im Jahr 2022 zerbrach der Ring, den sie von ihrer Mutter bekommen hatte, an ihrem Finger.
"Ich wusste, ich muss meinen Vater anrufen", schildert Elif in der ARD-Talkshow "deep und deutlich". Kurz darauf erfuhr sie von ihrer Schwester, dass ihre Mutter im Sterben lag.
Zu diesem Zeitpunkt war sie tausende Kilometer entfernt in Kapstadt. Der Moment brachte sie in einen inneren Konflikt zwischen Karriere und Familie. Für sie und die Produktion stand jedoch schnell fest, dass sie nach Berlin zurückkehren muss.
Der Flug dorthin "war der schlimmste meines Lebens", sagt die 33-Jährige, da sie nicht wusste, ob sie ihre Mutter noch lebend antreffen wird.
Diese letzte Nachricht erhielt Elif von ihrer Mutter
Am Ende schaffte sie es rechtzeitig. "Ich habe sie noch erwischt", schildert Elif. "Wir waren alle da, als sie ihren letzten Atemzug gemacht hat."
Besonders intensiv erinnert sich die türkische Sängerin auch an ein Ritual aus ihrer Religion, bei dem der Leichnam noch einmal gewaschen wird. "Es war eine Ehre für mich, das zu tun", doch der Anblick und der Geruch prägten sich ihr tief ein.
Trotz der schweren Erfahrung blickt sie auch auf die Nähe zu ihrer Mutter zurück. Das letzte Zeichen von ihr ist ein rotes Herz, das ihre krebskranke Mama ihr noch schickte.
Doch die Erinnerungen an diese Zeit wiegen schwer: "Ich glaube, dass ich das noch nicht so richtig verarbeiten konnte", sagt Elif. Heute will sie ihr Leben bewusster und langsamer gestalten und sich mehr Zeit für sich und ausgewählte Projekte nehmen.
Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

