Star-DJ Felix Jaehn nach CSD-Anschlag schockiert: "Ich war ganz in der Nähe"
Hamburg/Berlin - Nach dem Anschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin mit einer Toten und etlichen Verletzten sitzt der Schock weiterhin tief. Auch Star-DJ Felix Jaehn (31) zeigte sich tief betroffen.
"Ich war auch in Berlin, ich war auch demonstrieren und ganz in der Nähe und dementsprechend sehr betroffen und schockiert von diesem Angriff auf unsere Community, auf unsere Sicherheit, unsere Freiheit", verdeutlichte der Musiker in einem Video auf seinem Instagram-Kanal.
Er sei in Gedanken bei allen Opfern, allen Angehörigen und allen Zeugen dieser "grausamen Tat", verdeutlichte Jaehn, der sich 2024 als non-binär geoutet hatte und sich seitdem selbst privat nur noch "Fee" nennt.
Die Tat sei aufs Schärfste zu verurteilen, betonte der DJ - ehe er ergänzte: "Gleichzeitig möchte ich auch entschieden zurückweisen und verurteilen, dass einige Stimmen diese grausame Tat und die Trauer einer Community jetzt nutzen wollen, um Hass gegen eine andere Community zu schüren."
In der Gesellschaft gebe es demnach "kein Platz für Islamophobie", unterstrich der 31-Jährige. Hintergrund: Der mutmaßliche Täter Abdul B. (†21) war dem islamistischen Spektrum zugeordnet worden, was mancherorts für islamfeindliche Reaktionen gesorgt hatte.
Felix Jaehn äußert sich auf Instagram zu CSD-Anschlag in Berlin
Felix Jaehn appelliert an queere Community: "Müssen weiter laut sein"
Dafür werde sich die queere Community jedoch nicht ausnutzen lassen, bekräftigte Jaehn. "Denn die queere Community steht für Miteinander, die steht für Nächstenliebe, die steht für Zusammenhalt und die steht für Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen."
Viel wichtiger wäre es aus seiner Sicht, darüber zu reden, wie die queere Community geschützt werden könne. "Denn dafür braucht es nicht nur Sichtbarkeit, dafür braucht es Bildung, dafür braucht es strukturelle Förderung, wie zum Beispiel queere Jugendförderung. Dafür braucht es Räume zum Austausch, dafür braucht es Räume für die Begegnung", so der DJ.
Abschließend appellierte der Musiker an seine Community, sich nicht unterkriegen zu lassen. "Wir müssen weiter laut sein, wir müssen weiter auf die Straße gehen. Wir dürfen jetzt nicht in eine Angststarre verfallen. Wir bleiben sichtbar, wir bleiben bunt", forderte er.
Titelfoto: Fotomontage: Soeren Stache/dpa, Instagram/felixjaehn
