Wincent Weiss über Cybermobbing: Negative Kommentare sind am lautesten
Bad Oldesloe - Sänger Wincent Weiss (33) schwebt aktuell auf Wolke 7. Doch das war nicht immer so. Der Musiker sprach sich ganz deutlich gegen Hass im Netz aus.
Aktuell erobert der Sänger aus dem Norden mit seinem neuen Album "Hast du kurz Zeit" die deutschen Charts.
Doch es gab auch Zeiten, in denen sich der 33-Jährige nicht so wohlgefühlt hat. Gerade berühmte Persönlichkeiten können leicht Opfer von Cybermobbing werden.
"Zwischen hundert positiven Kommentaren ist ein negativer dabei. Und das ist der Lauteste von allen", so der Sänger gegenüber SWR3.
Im Interview erklärte er, dass es ihm wichtig sei, das Thema Cybermobbing immer bei seinen Konzerten unterzubringen. Er wolle erreichen, dass sich Leute solche Kommentare nicht so zu Herzen nehmen. "Das ist natürlich immer schwerer getan als gesagt", gestand der 33-Jährige.
Seiner Meinung nach würde man auf negative Kommentare stärker reagieren als auf positive. Aber er finde auch: "Die Leute, die Hate-Kommentare unter eure Posts schreiben, würden es sich niemals trauen, euch das ins Gesicht zu sagen."
Wincent Weiss findet Hasskommentare feige
Außerdem stellte der Sänger klar, wie er zu anonymen Hasskommentaren auf Social Media stehe: "Das ist die Feigheit hinter diesem Cybermobbing: Es sind anonyme Hate-Kommentare, und die Leute haben nicht die Eier in der Hose, euch das ins Gesicht zu sagen."
Der 33-Jährige gab zudem noch einen Tipp: Wenn ein Mensch euch etwas nicht persönlich sagen könne, dann wäre es auch nicht wichtig.
Cybermobbing ist auf Social Media ein großes Problem. Die EU plane gerade, eine europaweite Melde-App einzuführen, die dagegen helfen soll. So sollen Vorfälle gemeldet, Beweise gesichert und Kontakt zu Beratungsstellen hergestellt werden.
Dafür Vorbild sei eine App, die bereits in Frankreich genutzt werde.
Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

