Nach Festnahme an seinem Geburtstag: Polizei prüft sexuelle Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew

London - Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag hatten Beamte Ex-Prinz Andrew in seinem Zuhause in Sandringham festgenommen. Nach 12 Stunden in Polizeigewahrsam kam er wieder auf freien Fuß. Gut einen Monat danach erklärt die Londoner Polizei in einem Untersuchungsupdate, dass man nun sexuelle Vorwürfe gegen Andrew prüfe.

Andrew Mountbatten-Windsor (66) wurde vor einem Monat festgenommen, jetzt gibt es ein Update in seinem Fall.
Andrew Mountbatten-Windsor (66) wurde vor einem Monat festgenommen, jetzt gibt es ein Update in seinem Fall.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Der Vorwurf nach seiner Festnahme lautete Amtsmissbrauch. Andrew Mountbatten-Windsor soll in seiner einstigen Funktion als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Dokumente an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergeleitet haben.

Nachdem auch Durchsuchungen in der Royal Lodge in Berkshire, Andrews altem Wohnsitz, durchgeführt wurden, erklärte der Polizeipräsident der Metropolitan Police in einem Interview mit ABC News, wie es in dem Fall weitergeht.

Wie Sir Mark Rowley verriet, würden sie derzeit in engem Kontakt mit dem US-Justizministerium stehen und den Zugang zu den ungeschwärzten Epstein-Akten fordern.

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"Natürlich gibt es eine große Menge an Beweismaterial … in den Vereinigten Staaten in all diesen Akten, und irgendwann werden wir die ungeschwärzten Beweise benötigen", so der Londoner Polizeichef. Sollte es tatsächlich zu einem Gerichtsverfahren kommen, brauche man die Originalkopie, dafür müsse man wissen, woher sie stammt.

In den Untersuchungen zu Ex-Prinz Andrew fordert die Londoner Polizei vom US-Justizministerium die ungeschwärzten Epstein-Akten.
In den Untersuchungen zu Ex-Prinz Andrew fordert die Londoner Polizei vom US-Justizministerium die ungeschwärzten Epstein-Akten.  © Jon Elswick/AP/dpa

Polizei prüft sexuelle Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew

Eine weitere Aussage von Rowley lässt besonders aufhorchen: Wie er im Interview weiter erklärt, würde derzeit auch "eine ganze Reihe von Vorwürfen sexueller Natur" geprüft werden. Es wird untersucht, ob eine strafrechtliche Verfolgung gerechtfertigt sei.

Rowley ergänzte, man hab keinerlei Bedenken gegen mächtige oder berühmte Personen zu ermitteln. "Das Gesetz gilt für alle gleichermaßen". Für den in Ungnade gefallenen Ex-Prinzen könnte es also noch ungemütlich werden.

Titelfoto: Bildmontage: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa / Jon Elswick/AP/dpa

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