Wutausbruch wegen Gerichtsentscheid: Marius Borg Høiby randaliert in Zelle und bricht sich Knochen
Oslo (Norwegen) - Am Montag wurde der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52), Marius Borg Høiby (29), vom Gericht in Oslo zu vier Jahren Haft verurteilt. Wenige Tage vor der Verurteilung hatte Høiby einen Antrag auf Freilassung aus der U-Haft gestellt. Als dieser abgelehnt wurde, rastete der 29-Jährige im Gefängnis aus.
Noch vor der Urteilsverkündung am Montag soll Høiby in seiner Zelle die Beherrschung verloren haben. Grund dafür ist die Ablehnung seines Antrags auf Freilassung, wie die norwegische Zeitung "Dagbladet" schreibt.
Der Sohn von Mette-Marit hatte mehrmals verlauten lassen, wie wichtig es ihm sei, in der Nähe seiner schwer kranken Mutter zu sein. Die Kronprinzessin leidet an einer chronischen Lungenfibrose und steht auf der Warteliste für eine Lungentransplantation.
Doch als das Berufungsgericht Borgarting seinen Antrag ablehnte, soll Høiby derart empört gewesen sein, dass er in seiner Wut gegen einen Schrank in seiner Zelle schlug.
Einem Gefängnisbericht zufolge habe er sich dabei die rechte Hand gebrochen. "Er wurde wütend und aufgebracht. Er wollte lange Zeit nicht mit den Beamten sprechen", heißt es.
Als Høibys rechter Arm begann blau anzulaufen, brachte man ihn in die Notaufnahme.
Nach Schuldspruch: Marius Borg Høiby will Berufung einlegen
Der Vorfall soll zudem der Grund gewesen sein, weshalb der 29-Jährige am Montag nicht persönlich bei der Urteilsverkündung im Vergewaltigungsprozess um ihn vor Ort sein konnte. Am Montag hieß es, Marius Borg Høiby müsse aus gesundheitlichen Gründen per Video dazugeschaltet werden.
Das Osloer Gericht sprach ihn in zwei von vier Vergewaltigungsvorwürfen schuldig. Seine Verteidiger Petar Sekulic und Ellen Holager Andenæs verkündeten anschließend, dass ihr Mandant Berufung einlegen wolle.
Titelfoto: Bildmontage: Lise Aserud/NTB/dpa
