TV-Experte Kramer schießt gegen Amazon: "Wir Deutschen haben uns das aufschwatzen lassen"

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Madrid - Keinen Bock auf Schickimicki! Seit einigen Jahren tritt der deutsche Weltmeister Christoph Kramer (35) regelmäßig als TV-Experte auf, inzwischen auch für Amazon Prime Video. Vor dem Champions-League-Spiel zwischen Real Madrid und dem FC Bayern München beschwerte sich der langjährige Gladbacher allerdings über die strengen Vorgaben des Streamingdienstes.

Christoph Kramer (35) ist mit dem Dresscode zur Übertragung der Königsklasse gar nicht einverstanden.
Christoph Kramer (35) ist mit dem Dresscode zur Übertragung der Königsklasse gar nicht einverstanden.  © INA FASSBENDER / AFP

"Bei Prime muss man schon ein bisschen gucken, die verbieten schon viel", antwortete der 35-Jährige im Podcast "Copa TS" mit Tommi Schmitt (37) auf die Frage, ob er denn seinen Koffer für die Reise nach Madrid bereits gepackt habe.

Anschließend wurde der frühere Bundesligaprofi auch konkret und hielt mit seiner Frustration zudem nicht hinterm Berg.

"Man darf zum Beispiel keine Sneaker anziehen, wo man sich denkt: Hä, warum darf man keine Sneaker anziehen?", bemängelte der gebürtige Solinger. "Die wollen, dass man so auf schick macht, aber ich kann nicht so richtig schick. Und schick sieht bei mir auch irgendwie scheiße aus."

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Die Maßgabe komme laut Kramer aus England. Der italienische Ableger des Streamingdienstes habe sich allerdings erfolgreich gegen den Dresscode gewehrt und den britischen Bossen die Stirn geboten.

"Und wir Deutschen haben uns das alles aufschwatzen lassen und müssen uns jetzt von den Engländern vorschreiben lassen, was wir zu tragen haben, und das sieht halt immer kacke aus", wetterte der WM-Held von Rio.

Christoph Kramer wird von Amazon Prime Video regelmäßig ermahnt

Amazon Prime Video lässt seine TV-Experten nicht tragen, was sie wollen.
Amazon Prime Video lässt seine TV-Experten nicht tragen, was sie wollen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Wir sind in 2026, wieso darf man keine Sneaker tragen? Sneaker sind ja auch voll schick, das macht gar keinen Sinn", redete sich Kramer daraufhin fast schon in Rage.

Dabei sei der Ex-Nationalspieler mit seinem Kleiderschrank eigentlich sehr zufrieden und würde diesen gern öfter auskosten. Ab und an widersetze er sich dem Dresscode auch, was jedoch nicht folgenlos bleiben würde.

"Ich bekomme auch regelmäßig Ärger und E-Mails von einer Frau - die ist voll nett, kann da ja auch gar nichts für und tut nur das, was ihr gesagt wird. Ich frage mich aber, von wem dieser Dresscode kommt, weil der so was von überholt ist", so Kramer.

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Am Dienstagabend in Madrid entschied sich der frühere Borusse übrigens für ein grau-blau kariertes Hemd über einem grauen Shirt. Darin sah er den 2:1-Erfolg des deutschen Rekordmeisters im Viertelfinal-Hinspiel bei den Königlichen.

Titelfoto: Bildmontage: INA FASSBENDER / AFP, Rolf Vennenbernd/dpa

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