Familienvater will Wolkenkratzer ohne Sicherung hoch: Netflix bereitet sich auf Worst-Case vor

Taiwan - Ein Extremsportler will eines der höchsten Gebäude der Welt ohne jede Sicherung erklimmen. Streaminganbieter Netflix überträgt das riskante Spektakel vorsichtshalber leicht verzögert.

Extremsportler Alex Honnold (40) versucht einen 508 Meter hohen Wolkenkratzer zu erklimmen. Netflix überträgt das Spektakel.
Extremsportler Alex Honnold (40) versucht einen 508 Meter hohen Wolkenkratzer zu erklimmen. Netflix überträgt das Spektakel.  © Corey Rich/Netflix/dpa

Wenn US-Kletterer Alex Honnold (40) versucht, den 508 Meter hohen Wolkenkratzer "Taipei 101" in der Hauptstadt Taiwans zu besteigen, wird ein Millionenpublikum auf Netflix ihm dabei zusehen.

Ursprünglich wollte Honnold, Vater von zwei Kindern, bereits am Samstag das Gebäude hinauf. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen wurde die Aktion jedoch auf Sonntagmorgen (Ortszeit) verschoben. Deutsche Zuschauer können in der Nacht auf Sonntag um 2 Uhr live einschalten.

Wenn man es genau nimmt, wird die Übertragung nicht live sein, sondern um zehn Sekunden verzögert.

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Laut Netflix-Manager Jeff Gaspin eine reine Vorsichtsmaßnahme, um im Wort-Case-Szenario schnell wegschalten zu können: "Niemand erwartet das oder will so etwas sehen. Aber wir schalten einfach weg, so einfach ist das", erklärte er gegenüber dem Magazin "Variety".

Die Liveübertragung der waghalsigen Aktion beim Streaminganbieter Netflix ist sicherheitshalber um zehn Sekunden verzögert. (Symbolbild)
Die Liveübertragung der waghalsigen Aktion beim Streaminganbieter Netflix ist sicherheitshalber um zehn Sekunden verzögert. (Symbolbild)  © Fabian Sommer/dpa

Gemeint ist damit ein möglicher Absturz des Extremsportlers, der sich laut Netflix-Mitteilung "ohne Seile, ohne Sicherheitsnetz und ohne zweite Versuche" auf den Weg nach oben machen werde. Sollte Honnold auf halber Strecke die Kraft verlieren und abbrechen müssen, sei man laut Gaspin jedoch bereit, ihn wieder herunterzuholen.

Honnold selbst betonte, dass es ihm bei seiner Aktion nicht darum gehe, den Zuschauern einen Schrecken einzujagen: "Ich nehme an, dass es den meisten Zuschauern etwas unangenehm sein wird, sich das Ganze anzusehen. Aber ich hoffe, dass sie etwas von meiner Freude an diesem Erlebnis spüren – dass sie den Spaß und die Schönheit, die Landschaft, einfach das ganze Erlebnis zu schätzen wissen."

Titelfoto: Bildmontage: Fabian Sommer/dpa, Corey Rich/Netflix/dpa

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