Frauen bieten Stripper Leif Geld, damit er über Nacht bleibt: "Wenn du das möchtest, dann ..."

Hamburg - "Mein Name ist Leif, ich komme aus Hamburg und ich bin Stripper" - so stellt sich der muskelbepackte, tätowierte 34-Jährige in der ZDF-Doku "37 Grad Leben" vor. Sein Beruf ist nicht zu verwechseln mit dem eines Callboys, sagt er ganz klar. Und es braucht auch gewisse Dienstleistungen nicht, um mit dem eigenen Körper Geld zu verdienen.

Leif (34) ist professioneller Stripper und wird für private Partys, aber auch von Clubs gebucht.  © ZDF/Roman Pawlowski

"Viele verstehen die professionelle Ebene dahinter nicht", sagt der Hamburger in der Sendung, deren Macher ihn während einiger Shows begleitet haben. So sei nicht nur Eifersucht von beispielsweise Partnern, für deren Frauen er tanzt, ein Thema.

Auch manche Frauen verwechseln seinen Job mit dem eines Callboys, versuchen ihn beispielsweise im Intimbereich zu berühren. Doch Leif zieht klare Grenzen. "Dein Intimbereich wird nicht angefasst, dein Intimbereich wird nie gezeigt, egal ob Stripper oder Stripperin. Das ist eine Grundregel."

Andere gehen noch weiter. So haben ihn auch schon Frauen gefragt, was sie zahlen müssten, damit er über Nacht bei ihnen bleibt.

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Doch auch das kommt nicht infrage für ihn. "Dann sage ich: Vielen lieben Dank für deine Anfrage, wenn du das möchtest, musst du dir einen Callboy rufen. [...] Ich bin kein Callboy, ich bin Stripper."

Was er tut, soll der reinen Unterhaltung dienen. Dabei dürfen die Frauen ihn grundsätzlich unter seiner Führung anfassen. "Aber wenn die Show vorbei ist und ich wieder meine privaten Sachen anziehe, ist das wieder ein anderes Thema."

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Stripper Leif bei "37 Grad Leben": Er will, dass die Frauen sich wohlfühlen bei der Show

Er tut eine Menge für seinen Körper, um optimal vorbereitet zu sein für seine Shows.  © ZDF/Roman Pawlowski

Anfangs hat er in einem Club Go-Go getanzt, dabei ein "bisschen Blut geleckt" und schließlich mitbekommen, dass man mit Strippen mehr Geld verdienen kann. "Mir macht dieser Job extrem Spaß", sagt der 34-Jährige heute. Man wisse nie, was einen erwartet, und so könne es auch nicht langweilig werden.

Manchmal hat Leif mehrere Shows an einem Tag, sitzt dementsprechend viel im Auto, um zu den einzelnen Locations zu kommen. Er tritt nicht nur in Hamburg, sondern auch in den umliegenden Bundesländern auf. Pro Buchung springt eine Gage zwischen 250 und 330 Euro für ihn heraus.

Weil sein Körper sein Kapital ist, tut er sehr viel für ihn, geht fünf- bis sechsmal pro Woche zum Sport, ernährt sich gesund.

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Doch nicht nur auf das Sixpack kommt es an. Auch eine gewisse emotionale Intelligenz und Empathie seien nötig, um den Job gut machen und sich auf das jeweilige Publikum einstellen zu können.

Denn auch die Damen, für die er tanzt, sollen sich natürlich wohlfühlen. Deshalb stellt er sich beispielsweise derjenigen, die vor ihm auf dem Stuhl Platz nimmt, zunächst vor, bevor er mit seiner Show beginnt.

Damit wolle er ihr "einfach das Gefühl geben, hier passiert nichts Schlimmes, sondern etwas Schönes", erzählt Leif. Er wolle die Frauen abholen und ihnen ein schönes Erlebnis bereiten, das sie genießen können.

Ihm ist wichtig, dass die Frauen sich wohlfühlen, wenn er für sie tanzt.  © ZDF/Roman Pawlowski

Die ganze Folge "37 Grad Leben: Mein Körper, mein Kapital" mit Leif und dem 20-jährigen Elia, der nicht immer zufrieden mit sich ist, aber trotzdem Modell beim Aktzeichnen steht, seht Ihr ab sofort in der ZDF-Mediathek.

Die Sendung läuft außerdem in der Nacht auf den 30. Juni um 1.35 Uhr bei 3sat.

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