ARD und ZDF bündeln gemeinsames Programm: Drei Sender werden eingestellt

Von Stella Venohr

München/Mainz - ARD und ZDF bündeln ihre gemeinsamen Programme und stellen dabei drei lineare TV-Sender ein.

Der reformierte Rundfunkstaatsvertrag sieht eine stärkere Zusammenarbeit von ARD und ZDF vor.
Der reformierte Rundfunkstaatsvertrag sieht eine stärkere Zusammenarbeit von ARD und ZDF vor.  © Sören Stache/dpa

Die Kanäle ARD alpha, Tagesschau24 und One sollen zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet werden, wie die Sender mitteilten. Grundlage ist der Reformstaatsvertrag, der eine Reduzierung der linearen Angebote und eine stärkere Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vorsieht.

Künftig konzentrieren sich ARD und ZDF auf drei gemeinsam veranstaltete Schwerpunktangebote unter neuen Markennamen: Phoenix als Informationsangebot, Neo als Programm für junge Erwachsene sowie Info als Dokumentationskanal.

Die Angebote sollen Information, Bildung, Dokumentation und Inhalte für jüngere Zielgruppen bündeln. Parallel planen die Sender ihre Zusammenarbeit im Digitalen auszubauen.

ARD und ZDF wollen Zielgruppen verstärkt gemeinsam ansprechen

Bei Angeboten wie KiKA oder Funk arbeiten ARD und ZDF bereits erfolgreich zusammen.
Bei Angeboten wie KiKA oder Funk arbeiten ARD und ZDF bereits erfolgreich zusammen.  © KiKA - Der Kinderkanal ARD/ZDF/KiKA - Der Kinderkanal ARD/ZDF/obs

ZDF-Intendant Norbert Himmler (55) sprach in der Mitteilung von einer konstruktiven und zukunftsorientierten Zusammenarbeit beider Häuser.

Der ARD-Vorsitzende Florian Hager (49) verwies auf bestehende Gemeinschaftsangebote wie Funk oder KiKA, die zeigten, "was ARD und ZDF schaffen können, wenn sie vor allem im Digitalen spezifische Zielgruppen gemeinsam ansprechen." Dies stärke das öffentlich-rechtliche Angebot nachhaltig.

Am 1. Dezember 2025 war die Reform des Rundfunkstaatsvertrags in Kraft getreten.

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Neben dem Abbau von Doppelstrukturen und einzelnen Spartenprogrammen sieht die Reform auch vor, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio stärker auf die Einbindung der Zuschauer achten sollen.

Titelfoto: Sören Stache/dpa

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