Frührentnerin Claudia kämpft mit geringem Einkommen vom Staat: "Damit leben oder dich umbringen"

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Südliches Anhalt/OT Gröbzig - Claudia (64) aus Sachsen-Anhalt muss jeden Cent zweimal umdrehen. Die gebürtige Berlinerin ist Frührentnerin und bekommt nur eine geringe Rente. Diese Situation macht sie traurig, aber sie will nicht aufgeben.

Bei Frührentnerin Claudia (64) reicht das Geld hinten und vorne nicht.
Bei Frührentnerin Claudia (64) reicht das Geld hinten und vorne nicht.  © RTLZWEI

"Dem Staat auf der Tasche liegen, ist für mich keine Option", erklärt die 64-Jährige in der neuen Folge der RTLZWEI-Serie "Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?".

Sie lebt von 1213 Euro im Monat. 400 Euro dafür gehen für die Miete drauf, dazu kommen noch Versicherungen und die Kosten für ihr Auto, auf das sie auf dem Land angewiesen ist.

"150 Euro fehlen jeden Monat", stellt sie fest, als sie ihre Ausgaben einzeln aufschreibt. Deswegen hilft sie als Mini-Jobberin in einer Küche aus, doch die Inhaberin hat nicht immer Arbeit für sie. "Im Januar kann es passieren, dass sie gar nichts für mich hat. Also hab ich auch kein Geld dann", sagt sie traurig.

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Die dreifache Mutter leidet an einer chronischen Schmerzerkrankung. "Du hast den ganzen Tag Schmerzen und ich kann den Tag nur beschreiten wegen der Pharmaindustrie", erklärt Claudia.

Trotzdem will sie nicht aufgeben: "Du hast zwei Möglichkeiten: damit leben und sich arrangieren oder dich umbringen".

Armes Deutschland: Claudia steht früh auf, um die Erste bei der Tafel zu sein

Für die 64-Jährige wäre es ein Traum, einkaufen zu können, ohne jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen.
Für die 64-Jährige wäre es ein Traum, einkaufen zu können, ohne jeden Cent zweimal umdrehen zu müssen.  © RTLZWEI

Claudia würde gern wieder zurück zu ihrer Familie in die Nähe von Berlin ziehen, doch die Mietkosten dort sind einfach zu hoch. Deswegen bleibt sie mit ihrer Hündin vorerst in Gröbzig, einem Stadtteil von Südliches Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Um weiter Geld zu sparen, geht sie regelmäßig zur Tafel. Dort gelten teilweise strenge Regeln. Die 64-Jährige fährt bereits in den frühen Morgenstunden los, um unter den Ersten zu sein, die Lebensmittel bekommt, wenn die Tafel öffnet.

Die Frührentnerin freut sich über kleine Aufmerksamkeiten, wie kostenlose Blumen. "Wenn mich manche Leute dreist für arm halten, möchte ich aber nicht so aussehen, als wäre ich arm und meine Wohnung auch nicht. Das ist mir wichtig, dass man nicht anfängt, sich selbst zu vernachlässigen", sagt sie unter Tränen.

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Auch wenn sie dankbar für das Angebot ist, träumt die gelernte Verkehrskauffrau davon, einkaufen gehen zu können ohne im Supermarkt auf die Preise schauen zu müssen.

RTLZWEI zeigt neue Folgen "Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?" immer dienstags, um 20.15 Uhr, im Free-TV und schon vorab auf Abruf bei RTL+.

Titelfoto: RTLZWEI

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