Gequält und vergewaltigt, aber: Kein Prozess für Nadines Stiefvater

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Schwerin - Als Kind wird Nadine (24) nach eigenen Aussagen von ihrem Stiefvater erniedrigt, misshandelt und vergewaltigt. Heute leidet die alleinerziehende Mutter unter den Spätfolgen.

Nadine (24) ist alleinerziehend und lebt von Bürgergeld.
Nadine (24) ist alleinerziehend und lebt von Bürgergeld.  © RTLZWEI

Nadine sucht in der neuen Folge der RTLZWEI-Sozialdoku "Armes Deutschland" einen mehrere Jahre alten Zeitungsartikel heraus. Dort ist die Rede von einem 39-Jährigen, der seine Stieftochter laut Anklage gequält und vergewaltigt haben soll.

Die Stieftochter ist Nadine. "Gleich mehrfach soll der Stiefvater Geschlechtsverkehr auf verschiedene Weise mit ihr ausgeübt haben, immer wieder auf die übelste Weise gezüchtigt und misshandelt. Schläge und Tritte waren dabei wohl noch das harmloseste", schreibt die Lokalzeitung über die Vorwürfe.

Doch bevor die Strafsache verhandelt wird, stirbt der mutmaßliche Täter laut RTLZWEI-Angaben. Er musste für die Taten nie büßen.

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Nun hofft die Hauptschülerin, die sich nach der Trennung von Partner Noah (24) allein um die kleine Lilith (1) kümmert, dass sie vom Staat eine Opfer-Entschädigung ausbezahlt bekommt. "Aber Geld macht das ja auch nicht wieder gut", sagt die Schwerinerin, die sich mit dem Geld einen Führerschein und ein Auto leisten würde.

Armes Deutschland (RTLZWEI): "Die Angst wird mir nie jemand nehmen"

Das Schweriner Schloss: Wenn der Nebel verflogen ist, möchte Nadine wieder in eine sonnige Zukunft blicken. (Archivfoto)
Das Schweriner Schloss: Wenn der Nebel verflogen ist, möchte Nadine wieder in eine sonnige Zukunft blicken. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa

Eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin hatte Nadine angefangen, aber kurz vor dem Abschluss abgebrochen. "Ich musste kurz vor der Prüfung abbrechen, weil ich in einen Burnout gerutscht bin. Es war zu viel, ich hatte keine ruhige Minute mehr." Nur eineinhalb Monate fehlten der Mutter.

Sie würde gern wieder arbeiten gehen, sobald Lilith in der Kita eingewöhnt ist. Problematisch wird es nur, wenn sie männliche Arbeitskollegen mit naturroten Haaren haben würde. Die trug ihr Stiefvater auch. "Die Angst wird mir nie jemand nehmen."

Trotz der psychischen Probleme bleibt die Arbeitslose zuversichtlich. "Am Ende vom dunklen Tunnel kommt das helle Licht." Vielleicht ja auch bald wieder mit einem Partner.

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RTLZWEI zeigt neue Folgen "Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?" immer dienstags, um 20.15 Uhr, im Free-TV und schon vorab auf Abruf bei RTL+.

Titelfoto: RTLZWEI

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