"Bares für Rares": Dreister Verkäufer lügt und kommt in den Händlerraum

Köln - Bei "Bares für Rares" sorgt ein dreister Verkäufer für einen Eklat. Denn der Mann macht falsche Angaben, damit er im Händlerraum landet. Doch dann sorgt er auch noch für einen Paukenschlag.

Verkäufer Walter Weber (68) möchte ein Gemälde bei "Bares für Rares" loswerden.
Verkäufer Walter Weber (68) möchte ein Gemälde bei "Bares für Rares" loswerden.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Walter Weber (68) aus Bühl hat einen ganz besonderen Wunsch. Der Handwerker will sich ein eigenes Tinyhouse bauen und möchte für dieses Unterfangen seine Kasse füllen.

Deshalb hat der 68-Jährige ein Gemälde mit in die heiligen Trödelhallen der beliebten ZDF-Sendung im Pulheimer Walzwerk bei Köln mitgebracht. "Ich könnte mir vorstellen, dass es was ist für die Händler", vermutet er zu Beginn seines Auftritts.

Das Bild, welches von Otto Quirin stammt, habe er als vorweggenommenes Erbe von seiner Schwiegermutter bekommen.

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Experte Albert Maier (74) kann dem Verkäufer mehr über den Künstler berichten: Otto Quirin wurde 1927 in Mönchengladbach geboren und hat nach dem Krieg freie Malerei studiert. Sein Ouevre sei allerdings nicht sonderlich bekannt, so der Experte, denn Quirin, der 2022 gestorben ist, sei mehr Lehrer als Künstler gewesen.

Was Maier neben dem abstrakten Malstil besonders hervorhebt: Das vorliegende Aquarell ist datiert - auf das Jahr 1965.

Handwerker hat utopischen Wunschpreis

Experte Albert Maier (74) kann den Wunschpreis des Handwerkers nicht zustimmen.
Experte Albert Maier (74) kann den Wunschpreis des Handwerkers nicht zustimmen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Der Handwerker aus Bühl möchte für das Gemälde satte 1000 Euro haben, doch der 74-jährige Experte muss ihn enttäuschen, denn er schätzt den Wert des Bildes auf lediglich 250 bis 350 Euro.

Obwohl das Objekt also nur ein Drittel bis Viertel des Wunschpreises wert ist, entschließt sich der 68-Jährige dazu, die Händlerkarte entgegenzunehmen.

Doch im Händlerraum kommt das Gemälde nicht gut an. Jan Čížek (48) vergleicht die Kunst mit Miro, "und auch vielleicht so ein bisschen was Japanisches". Sein Fazit: "Da braucht man schon ein bisschen Fantasie."

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Das erste Gebot kommt von Wolfgang Pauritsch (52), der 150 Euro hinblättert.

In gemächlichen Schritten geht es hoch bis auf 340 Euro, doch damit ist Walter nicht einverstanden: "Für 340 nehme ich es gerne wieder mit."

"Bares für Rares": Verkäufer bricht Regeln der Sendung

Händler Jan Čížek (48) ist nicht wirklich angetan von dem Bild.
Händler Jan Čížek (48) ist nicht wirklich angetan von dem Bild.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Deshalb will der österreichische Kunst- und Antiquitätenhändler den Wunschpreis des Verkäufers wissen. "Ich hätte gerne 1000 Euro dafür gehabt", gibt er preis.

Čížek legt zwar nochmal zehn Euro drauf, doch das genügt dem Handwerker nicht und dieser lässt sich nicht mehr umstimmen.

Anders als zuvor angegeben ist der Verkäufer also doch nicht bereit, das Gemälde für 350 Euro zu verkaufen, was eigentlich gegen die Regeln ist, da er gegenüber Moderator Horst Lichter (62) falsche Angaben gemacht hat.

Dennoch bleibt der 68-Jährige aus Bühl stur und bricht den Auftritt in der ZDF-Trödelshow ab.

"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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