"Bares für Rares": Expertin mit grandioser Schätzung, aber Händler glauben ihr nicht

Köln - Normalerweise schenken die "Bares für Rares"-Händler der Expertise des Sachverständigen das Vertrauen. In diesem Fall aber stimmen sie nicht damit überein - was auch der Verkäufer zu spüren bekommt.

Gabriele Spindler (77) aus Birkenhördt möchte ein üppiges Schmuckstück bei "Bares für Rares" verkaufen.
Gabriele Spindler (77) aus Birkenhördt möchte ein üppiges Schmuckstück bei "Bares für Rares" verkaufen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Gabriele Spindler (77) aus Birkenhördt hat ein ordentliches Schmuckstück im Gepäck, als sie die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln betritt.

Denn die 77-Jährige hat eine Brosche aus Gold, Diamanten und Perlen dabei, die einst einer russischen Kollegin der Verkäuferin gehört habe.

"Ich habe sie ihr abgekauft, wollte aber erst wissen, ob die Diamanten echt sind", verrät Gabriele gegenüber Moderator Horst Lichter (64), die daher ein Gutachten eines Juweliers anfertigen lassen habe, welches die Echtzeit bestätigt habe.

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Doch nicht nur der Juwelier bestätigt die Echtheit, sondern auch Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel (60), die die Brosche auf die Zeit zwischen 1870 und 1890 datiert.

"Es gibt verschiedene Stempelungen auf der Rückseite", verrät die Sachverständige, die erklärt, dass die Brosche aus mehreren Schmuckstücken zusammengesetzt sei und es sich somit um eine sogenannte Mariage handele.

Die mitgebrachte Brosche stammt aus der Zeit zwischen 1870 und 1890.
Die mitgebrachte Brosche stammt aus der Zeit zwischen 1870 und 1890.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl stockt der Atem

Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) schätzt das Schmuckstück auf bis zu 3300 Euro, doch das sehen die Händler anders.
Dr. Heide Rezepa-Zabel (60) schätzt das Schmuckstück auf bis zu 3300 Euro, doch das sehen die Händler anders.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Ihrer russischen Kollegin habe sie damals 2500 Dollar bezahlt und genau diese Summe hätte Gabriele gerne wieder.

"Jetzt fragt sich natürlich: Wie attraktiv ist so ein Schmuckstück? Wer hat die Fantasie, das vielleicht umzuarbeiten?", so die 60-jährige Expertin, die dennoch einen Preis von 2700 bis 3300 Euro für möglich hält.

Allerdings hat die Kunsthistorikerin und Kunstsachverständige die Rechnung nicht mit den Händlern im Verkaufsraum gemacht.

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Das erste Gebot legt Fabian Kahl (34) auf den Tisch. 500 Euro ist der gebürtige Thüringer bereit, zu bezahlen. "Weit unter der Expertise", macht die Verkäuferin aus Birkenhördt daraufhin schnell klar, weshalb der 34-Jährige den Schätzwert wissen will.

Als er die Summe hört, stockt ihm der Atem. "Das halte ich für sehr viel", erklärt Fabian Kahl. Auch Elisabeth Nüdling (45) schließt sich der Meinung ihres Kollegen an, bietet der Kandidatin zuliebe aber 1500 Euro. Den Deal geht Gabriele dann auch schlussendlich ein.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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