"Bares für Rares"-Fiasko: Verkäufer hat horrenden Wunschpreis, doch er wurde übers Ohr gehauen!
Köln - Mit einer horrenden Verkaufssumme im Kopf hat sich ein Verkäufer auf den Weg zu "Bares für Rares" begeben. Doch der Kandidat hat die Rechnung ohne den Experten gemacht!
Im Gepäck hat Stefan Neis (60) aus Zilshausen in Rheinland-Pfalz einen kleinen Silber-Pokal. Diesen habe er jedoch nicht selbst gewonnen, wie er auf Nachfrage von Moderator Horst Lichter (64) verrät.
"Ich habe ihn von einem Kunden erworben. Das ist ein ganz tolles Stück, ein Einzelstück", schwärmt der selbstständige Tischler.
Trotz allem wolle sich der 60-Jährige von dem Objekt trennen - und das, obwohl er gar keine Ahnung habe, wie alt der Pokal sei.
Deshalb nimmt sich Colmar Schulte-Goltz (52) der Expertise an, um den Verkäufer aufzuklären.
"Er ist nicht an einen konkreten Anlass gebunden. In den 1740er- und -50er-Jahren können wir solche strahlenden Pokale besonders häufig sehen", weiß der Sachverständige.
Vor allem international seien solche Pokale sehr begehrt, wie der Kunsthistoriker und Galerist verrät.
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"Bares für Rares": Im Händlerraum folgt der nächste Dämpfer
Allerdings handele es sich bei dem mitgebrachten Silber-Stück um eine Nachbildung, die wahrscheinlich Anfang des 20. Jahrhunderts - vermutlich im deutschen Silberproduktionszentrum Hanau - gefertigt worden sei.
Und auch der Zustand des Duplikats ist nicht optimal. Denn der Pokal weise einen Riss und eine Beule auf.
Aber auch das hält den Kandidaten nicht davon ab, einen exorbitanten Wunschpreis in den Raum zu werfen. Denn er will stolze 3000 Euro für den Pokal haben. "Ich hab auch 3000 Euro bezahlt", so der Tischler aus Rheinland-Pfalz.
Aber die Beschädigungen sorgen dafür, dass der Experte den Wert des Pokals lediglich auf 1500 bis 1900 Euro schätzt - ganz zur Verwunderung von Stefan, der große Augen macht und der Annahme ist, dass er über das Ohr gehauen wurde.
Nichtsdestotrotz will der 60-Jährige sein Glück im Händlerraum versuchen. Zunächst sieht es auch so aus, als wäre es tatsächlich möglich, den Wunschpreis zu bekommen, denn die Händler überbieten sich nach und nach.
Doch dann fallen Julian Schmitz-Avila (39) die Beschädigungen auf. "Hier ist ja eine kleine Kerbe drinnen", stellt er fest. Dennoch gibt der 39-Jährige das höchste Gebot ab - doch dieses liegt gerade einmal bei 1460 Euro!
Trotzdem geht der Kandidat den Deal ein, und das, obwohl der Preis unter der Expertise und weit unter dem Wunschpreis liegt.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

