"Bares für Rares"-Objekt lässt Expertin die Kinnlade runterklappen: "Das ist unfassbar"
Pulheim - Michael Stein (58) aus Haan hat einen seltenen Schatz mit ins Pulheimer Walzwerk gebracht, der bereits seit 140 Jahren in Familienbesitz ist. Nun will er das prunkvolle Objekt eigentlich bei "Bares für Rares" veräußern - doch dann kommt alles anders.
Alles in Kürze
- Michael Stein bringt eine seltene Taschenuhr zu Bares für Rares.
- Die Uhr wurde von König Ludwig II. überreicht.
- Expertin Heide Rezepa-Zabel schätzt den Wert auf 30.000 bis 35.000 Euro.
- Ein Händler bietet 40.000 Euro, doch der Verkäufer lehnt ab.
- Die Uhr bleibt in Familienbesitz.

Der 58-Jährige hat eine edle Taschenuhr im Gepäck, die einst persönlich von König Ludwig dem II. von Bayern an seinen Ururgroßvater überreicht worden war. Dieser hatte nach Angaben des gebürtigen Müncheners einst als Guts- und Forstverwalter für den König gearbeitet und die Uhr dann innerhalb der Familie weitergegeben, bis diese schließlich in den Besitz von Michael Stein gelangt war.
Moderator Horst Lichter (63) ist angesichts des wertvollen Mitbringsels ebenso aus dem Häuschen wie Kunsthistorikerin Heide Rezepa-Zabel (59). "Das ist unfassbar", entfährt es der Expertin, als sie die mit Türkisen, Edelsteinen und Diamanten besetzte Golduhr samt zugehöriger Kette in Augenschein nimmt.
Gefertigt wurde das Stück demnach im Jahr 1880, wobei es sich laut Rezepa-Zabel um eine handwerkliche "Meisterleistung" handle. Der Zustand der Uhr ist dabei beinahe tadellos - an einer Stelle ist jedoch die königsblaue Emaille abgeplatzt, was den Wert mindert.
Dann wird es spannend, denn Michael hatte die Uhr schon einmal schätzen lassen und damals einen mehr als erfreulichen Wert von satten 70.000 Euro genannt bekommen, den er nun als Wunschpreis anführt. Bei dieser hohen Summe geht die "Bares für Rares"-Expertin allerdings nicht mit!

Bares für Rares: Michael Stein nimmt Taschenuhr trotz 40.000-Euro-Gebot wieder mit nach Hause

Heide Rezepa-Zabel schätzt zwar allein den Goldwert der Taschenuhr auf 19.000 Euro, setzt das Stück insgesamt aber "nur" bei 30.000 bis 35.000 Euro an, was Michael Stein einen ziemlichen Dämpfer verpasst. "Ne, dann würde ich sie wieder mitnehmen", erklärt der Controller enttäuscht, doch dann greift plötzlich Horst Lichter ein.
"Das ist so ein schönes Objekt, ich möchte das zumindest den Händlern nicht vorenthalten, das sie es mal sehen und begutachten dürfen. Ich möchte, dass du die Uhr präsentierst", fordert er den 58-Jährigen auf und drückt ihm die Händlerkarte in die Hand.
Zum Geschäft kommt es im Verkaufsraum aber nicht. Obwohl Susanne Steiger (42) dem Verkäufer satte 40.000 Euro bietet und die Expertise damit noch mal übertrifft, lässt sich der Haaner nicht auf einen Deal mit der Juwelierin ein. "Die Uhr bleibt weiter in Familienbesitz und wird dementsprechend weiter verwahrt", erklärt er stattdessen.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares