Eberhard flickt DDR-Objekt: Das sagen "Bares für Rares"-Händler zu seinem "Upgrade"
Köln - Eigenhändig an einem Objekt herumpfuschen führt selten zu einer Verbesserung. Doch es gibt Ausnahmen, wie ein Verkäufer bei "Bares für Rares" eindrucksvoll beweist.
Eberhard und Daniela aus Strausberg haben eine "Mistkäfer-Brosche" in das Pulheimer Walzwerk mitgebracht. Wie der Studio-Gast berichtet, habe seine Mutter in den 1970er-Jahren Schmuck gesammelt, als er "im heiratsfähigen Alter" gewesen sei.
Dieser sollte eingeschmolzen werden, um daraus einen Ehering fertigen zu lassen. "Damals musste man in der DDR Gold abgeben, um vernünftige Ringe zu erhalten", erläutert der Verkäufer im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (64).
Am Ende entschied sich die Familie gegen den Feuer-Tod. Und so landete die Brosche jetzt im ZDF. Expertin Heide Rezepa-Zabel fällt allerdings sofort etwas auf: Der mittlere Stein ist nicht mehr original. Schmunzelnd muss Eberhard gestehen: "Den habe ich auf dem Flohmarkt entdeckt."
Da der dritte Panzer fehlte, baute der Brandenburger den Stein kurzerhand selbst ein. "So sieht es auch aus", merkt Rezepa-Zabel lachend an. Die Herstellung der Brosche datiert sie derweil in die Kolonialzeit - "etwa zwischen 1880 und 1910".
Auch die Schlichtheit des Materials (585er-Gold) entspreche ganz dem damaligen Zeitgeschmack. Insgesamt taxiert die 60-Jährige den Wert des DDR-Schmuckstücks auf 250 Euro. Gewünscht waren 200 Euro. Das passt.
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"Bares für Rares"-Händler Fabian Kahl schlägt zu: "Da steht dein Name drauf!"
Im Händlerraum erntet Eberhard zunächst einmal jede Menge Lob für seinen "Do it yourself"-Einsatz. "Das sieht aus, als wäre das schon immer so gewesen", lobt etwa Walter Lehnertz (59). Und auch Lisa Nüdling (46) schwärmt: "Toll gelöst."
Das erste Gebot kommt von "Waldi" und liegt - wie könnte es anders sein - bei 80 Euro. Doch alle im Raum zeigen Interesse an dem Mistkäfer. Wolfgang Pauritsch (54) wagt einen größeren Schritt und erhöht auf 200 Euro.
Anschließend geht es mit kleineren Beträgen weiter. Bei 260 Euro, aufgerufen von Fabian Kahl (34), ist Schluss. "Da steht dein Name drauf", kommentiert Nüdling und steigt aus. Ihre Kollegen sehen das genauso. Der passende Käufer ist somit gefunden.
Aus Mangel an kleinen Scheinen zahlt der gebürtige Thüringer letztlich sogar 270 Euro für die Brosche. Eberhard freut sich. Tatsächlich weniger über das Geld, sondern "am meisten darüber, dass mein eingesetzter Stein so gut angekommen ist".
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

